Zündstrohhalme

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Die Idee, Strohhalme als Zünder zu benutzen stammt ursprünglich von den kubischen Kanonenschlägen. Deren Zündschnur ist mit bis zu 4mm extrem dick und widerstandfähig. Um diesem Prinzip nachzueifern entstanden die ersten Zündröhrchen aus Strohalmen die mit Schwarzpulver gefüllt waren.

Da Schwarzpulver aber auf Dauer zu wertvoll erschien, entschied man sich für eine günstigere Variante. Das neue Zündpulver bestand aus Zucker und Kaliumnitrat.

Materialien

  • Strohhalme
  • Schere
  • Heisklebe/Klebstoff
  • Mörser/Kugelmühle/Kaffemühle

Chemikalien

  • 50% Kaliumnitrat
  • 50% Zucker

Herstellung

1) Beide Stoffe werden gründlich miteinander vermischt, und im Mörser oder ähnlichen fein gepulvert.

2) Danach verschließt man mit einem kleinen Tropfen Heißklebe (Klebstoff geht auch, dauert aber länger) eine Seite des Strohhals.

3) Sobald der Kleber fest ist, kann man Portionsweise das Pulver hinzugeben. Nach ca. 5mm bis 1cm verdichtet man das Pulver (z.B. mit der flachen Seite eines Schaschlikspießes).

4) Wenn der Strohhalm voll ist, wird oben noch eine hauchdünne Schicht Klebstoff draufgeschmiert. Damit verhindert man, dass das Pulver nass werden kann oder herausrieselt.

 

Kommentar der Autoren

Normalerweise zündet das Pulver nur durch das dranhalten einer großen Feuerzeugflamme. Sollte dies aber mal nicht klappen, kann man auch mit der letzten Portion KNO3-Zucker ein kurzes Stück Visco reindrücken. Dann sollte es auf keinen Fall mehr Zündungsprobleme geben.