Erdbunker

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Nicht jeder hier aus der Szene hat die Möglichkeit, seine Chemikalien zu Hause zu lagern oder gut zu verstecken. Was liegt da näher als sie auszulagern, am besten Luft und wasserdicht. Hierfür eignen sich am besten Kanutonnen.

Als Erdbunker bezeichnet man in der Szene ein Gefäß, welches zum Lagern von Chemikalien und Ausrüstung bestimmt ist und sich zudem unterhalb der Erde befindet. Es gibt verschiedene Modell und Preisklassen.

Alle folgenden Schritte (bis auf das Graben) sollten in der Dunkelheit durchgeführt werden, schließlich läuft normalerweise niemand mit Tonnen durch den Wald…

 

 

 

Werkzeug
– Bundeswehr Klappspaten (Originale, nicht die billigen Imitate!)
– Schaufel und Spaten aus der Gartenabteilung

 

 

Material
2x 60 Liter Kanutonne für ca. 50 € zu haben
1x Bootsfolie 3×5 m für 12 € (optional)

 

 

Ort
Die Ortswahl ist immer die schwierigste Frage. Beim Buddeln darf euch niemand erwischen, was in Deutschland durch die mit Wald- und Wanderwegen durchzogenen Wäldern schwierig ist. Hier solltet ihr euch also eine geschützte Stelle tief im Wald oder Buschland aussuchen.

 

Schaut euch auch den Laufweg dorthin an. Ihr werdet öfters hin- und her laufen müssen, dabei darf unter keinen Umständen ein „Trampelpfad“ entstehen! Dies würde Wanderer und Neugierige aufmerksam machen.

 

 

Tipps zum Ort
– Nutzt die Natur, Felsen, Dornenbüsche und dichtes Gestrüpp. Vieles ist schon da, können beim Verstecken helfen und euch als Wegweiser zum wieder finden helfen

– Achtet auf Hochstände und Jägersitze. Auch wenn ihr sie nicht sehen könnt, von dort oben kann man Personen leicht ausmachen und z. B. euch beim Buddeln, Verstecken oder Herausholen eurer Sachen beobachten.

 

 

 

Das Buddeln
Hier solltet ihr definitiv auf einen echten Bundeswehr Klappspaten und nicht auf billige Imitate setzen. Mit dem Teil kann man wirklich in jedem Gelände ein gutes Loch ausheben. Zwar ist es auf den Bildern schwer zu erkennen aber der Boden war durchzogen von Felsbrocken, mit dem Spaten kein Problem.

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Natürlich muss der Aushub, also die Erde, die ihr aus dem Loch holt, unauffällig beseitigt werden. Wenn jemand vorbei läuft und einen Haufen Erde sieht läuten bei jedem die Alarmglocken.

 

Darum ist es sinnvoll die Erde erst mal auf einer Folie (3 x 5 m) direkt neben dem Loch zu plazieren. Später hat man so keine verdächtige Erdanhäufung. Das Loch an sich sollte ca. 10 – 20 cm tiefer sein als eure Tonnen hoch sind, die Form bei 2 Kanutonnen ist eher Oval.

Sobald die Tonnen gut hinein passen sollte man sie so drehen, das die Spannverschlüsse beim Aufmachen genug Platz zur anderen Tonne haben. Die Zwischenräume werden bis zum Deckel mit Erde aufgefüllt.

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Die Abdeckung
Im Idealfall gucken jetzt noch die Deckel und Spannringe aus der Erde hervor und bis zum Rand sind es noch 10 – 20 cm. Nun muss das ganze noch abgedeckt werden. Habt ihr auf einer Fläche mit Gras gebuddelt, dann solltet ihr mit dem normalen Spaten irgendwo weiter entfernt euch ein paar Grasstücke ausstanzen und euer Loch damit bedecken.

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Habt ihr im Wald gegraben muss natürlich wieder Erde und z. B. Laub und Äste drauf. Schaut euch eure Umgebung an, passt eure Abdeckung hinein? Sieht es natürlich aus?

 

 

Tipps zur Abdeckung
– Grasstücke, Äste und Laub aus einiger Entfernung holen, nicht ist verräterischer als fehlendes Gras, Laub etc. direkt neben eurem Loch!

– Auf die Fässer kann man auch noch eine Holzplatte oder ähnliches in Form und Größes des Loches legen. Dort die Grasfläche platzieren und schon kann man das Ganze später am Stück anheben. Allerdings muss man dann darauf achten das beim Auftreten auf die Fläche kein „hohles“ Geräusch zu hören ist. Auch sollte genügend Erde unter dem Gras vorhanden sein, damit dieses nicht abstirbt.

– Deckel und Spannringe kann man noch mit den Lackfarben Grün, Schwarz, Braun etc. besprühen, so sind sie, falls etwas verrutscht, trotzdem kaum zu sehen sind. Dies kann dann beispielsweise wie auf dem folgenden Bild aussehen:

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Die Rest-Erde
Tonnen vergraben, zugeschüttet und gut abgedeckt. Alles ok, nur die restlich Erde auf der Plane ist ein Problem. Diese muss nun mit Eimern von der Plane weg getragen werden. Nach 100 m könnt ihr sie wild verteilen, irgendwo im Wald, auf einem Feld, Straßenrand oder auch im eigenen Garten, egal. Hauptsache im Dunklen, wo man euch nicht sieht und keinesfalls Haufen bilden!

Ideal ist natürlich ein Wasserlauf, rein und fertig.

 

 

Fazit
Als Ergebis habt ihr einen Erdbunker für 60 – 70 €, Arbeitszeit von ca. 4 – 8 Stunden (besonders vom Untergrund abhängig). Die Tonnen sind wasserdicht und noch dazu leicht zu öffnen.