Kugelbombe

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Kugelbomben sind, aufgrund ihrer Form, nicht so einfach herzustellen wie Zylinderbomben. Am einfachsten ist es wohl, Gipspapier oder ähnliches um einen Ball der entsprechenden Größe zu legen, um so später die runden Hüllen zu bekommen. Einfacher sind natürlich kommerziell gefertigte Hülsen aus dem Internet. Wenn man glück hat kann man in Auktionshäusern große Mengen für wenig Geld ersteigern. Mit ihnen kann man sich voll auf die Ladung konzentrieren ohne sich Sorgen um die Hülle machen zu müssen.

In unseren Anleitungen wurden immer gekaufte Hüllen benutzt. Zuerst gehen wir auf den eigentlichen „Körper“, und dann auf die Treibladung (Lift) einer Kugelbombe ein. Außerdem unterscheiden wir noch zwischen 2 verschiedenen Typen von Körpern, die Massiven und die Hohlen.

Welches Modell man nimmt ist eigentlich egal, je nach dem welche Ressourcen man zur Verfügung hat. In der Praxis konnten uns beide Modelle überzeugen. Die Hohlen verteilen die Sterne vielleicht etwas weiter und breiter als die massiven, aber das ist Geschmackssache.

Massive Kugelbomben

Der Unterschied der massiven Kugelbomben zu den hohlen ist ziemlich einfach. Die massiven haben keine zentrale Zerlegerladung, sind also komplett mit Effektsternen oder sonstigem gefüllt und somit in unseren Augen massiv.

 

Materialien

  • Kugelhüllen
  • Visco
  • Tape oder Hartpapier

Chemikalien

  • Sterne (oder sonstige Effektladung)
  • Flash (z.B. Kmno4 Flash)

 

Herstellung

1) Gekaufte Hülsen haben meistens schon ein Loch in einer Hälfte für die Zündschnur. Sollte dies nicht der Fall sein, wird als erstes einkleines Loch in eine der Hälften gebohrt du ein Stück Visco hindurch gesteckt

 

 

Kurz vor und/oder nach der Hülle wird die Zündschnur durch 3-4 Lagen dünnen Tapes verstärkt

2) Danach werden beide Hälften mit den Sternen gefüllt. Die Sterne sollten so dicht wie möglich aneinander liegen.

 

3) Jetzt wird der Zwischenraum der Sterne mit dem Flash aufgefüllt. Dabei kann man auch ein paar obere Sterne anheben, um so auch die Zwischenräume der unteren Sterne zu 100% auszufüllen.

4) Nun werden beide Hälften zusammengelegt, und mit einigen Lagen Tape oder Hartpapier umwickelt. Dadurch wird die Kugel verschlossen, abgedichtet und gleichzeitig verstärkt. Jetzt würde nur noch ein Lift fehlen, um die Kugelbombe aus dem Mörser zu schießen.

 

Hohle Kugelbomben

Wie bei den massiven Kugelbomben bereits erwähnt, verfügen die hohlen Kugelbomben über eine mittig angebrachte Zerlegerladung. Dadurch werden die Effektsterne gezündet und gleichzeitig im Umkreis verteilt.

Materialien

  • Kugelhüllen
  • Visco
  • Tape oder Hartpapier
  • Taschentuch

Chemikalien

  • Sterne (oder sonstige Effektladung)
  • Zerlegerladung
  • Flash (z.B. Kmno4 Flash)

 

Herstellung

1) Gekaufte Hülsen haben meistens schon ein Loch in einer Hälfte für die Zündschnur. Sollte dies nicht der Fall sein, wird als erstes ein kleines Loch in eine der Hälften gebohrt du ein Stück Visco hindurch gesteckt

Kurz vor und/oder nach der Hülle wird die Zündschnur durch 3-4 Lagen dünnen Taps verstärkt

2) Die Sterne werden nun an den Rändern der beiden Hälften gestapelt. Dadurch sollte sich automatisch eine kugelförmige Mulde in der Mitte bilden. Die Zündschnur muss unbedingt durch das Papier reichen, am Besten bis an den Rand der Hülle.

Diese wird nun mit jeweils einem Taschentuch abgedeckt. Dies soll verhindern, dass sich die Zerlegerladung später in den Zwischenräumen der Sterne verteilt. Dadurch würden die Sterne sich verschieben und die Zerlegerladung könnt verrutschen und keinen zentralen Punkt mehr ausfüllen.

 

3) Jetzt werden diese Mulden mit der Zerlegerladung aufgefüllt. Die beiden Hälften sollen glatt an ihrer Kante abschließen. Hier benutzte man Reiskörner, die mit Schwarzpulver überzogen wurden. Ähnlich dem Prinzip des Sternerollens.

Auf beide Hälften kommt noch eine Schicht Flashpulver um einen idealen Zerlegereffekt zu erzielen

4) Zuletzt wird die Bombe, genau wie die massive verschlossen. Eventuell muss man beim zusammenführen der Hälften etwas drücken.

 

Der Lift

Die Ausstoßladung, auch Lift genannt, besteht meistens aus granuliertem Schwarzpulver und verschießt die Bombe in den Himmel. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass es nur einen minimalen freien Raum zwischen der Mörserwand und der Bombe gibt (für die Quickmatch). Ansonsten verpufft die meiste Energie des Lifts und die Bombe wird nur 3-5m rausgeschleudert.

Materialien

  • Klorolle
  • Tape

Chemikalien

  • Schwarzpulver (1/10 des Bombengewichtes)

 

Herstellung

1) Eine leere Klorolle wird, je nach Größe der Bombe, in der Hälfte durchgeschnitten und oben mit 3 Lagen Tape umwickelt. Die Hälfte vom Tape sollte dabei, wie hier zu sehen, überstehen.

 

2) Danach wird der überstehende Teil des Tapes in kleine Streifen geschnitten und die Kugelbombe wird auf die Rolle aufgesetzt. Die Zündschnur in diesem Bild ist abgekürzt. Normalerweise ist sie länger, so das durch sie sowohl der Lift, als auch die Bombe gezündet wird.

 

3) Jetzt werden die Streifen auf die Kugel geklappt, dass ganze noch ein paar Mal mit Tape umwickelt und anschließend das Schwarzpulver in die Rolle eingefüllt.

Der Lift sollte immer eine SP-Ladung besitzen die ungefähr 1 Zehntel des Bombengewichtes beträgt. Eine 200g Bombe bekommt also einen Lift mit mindestens 20g Schwarzpulver, meistens noch ein bisschen mehr (30g)