Helikopter

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Der Helikopter, auch Buzz-Bomb genannt, ist ein kleiner, aber beeindruckender Feuerwerkskörper. Der Körper beruht auf der Bauart einer Biene, hebt aber durch einen kleinen Rotor schnell vom Boden ab. Genau wie bei vielen Silvesterraketen wird auch hier eine spezielle Form von Schwarzpulver, und nicht KNO3-Zucker als Antrieb verwendet.

Materialien

  • Hammer
  • Rammwerkzeug
  • Bohrmaschine
  • Röhrchen
  • Flügelchen (flach, unten erklärt)
  • Kerze

Chemikalien

  • Schwarzpulver (spezial)
  • Bentonit
  • Flash (optional)

Die Antriebsmischung

  • 68% Kaliumnitrat
  • 14% Holzkohle
  • 9% Schwefel
  • 9% Aluminium

Herstellung

1) Zuerst kümmert man sich um den unteren Teil des Körpers. Dazu wird etwas Bentonit in das Röhrchen gegeben, und mit einem Hammer und einem Rammholz wie gewohnt zu einem Stopfen geschlagen. An der Außenseite markiert man, wie weit das Holz gedrungen ist, also wie dick der Bentonitstopfen ist.

Hier ist das Rammwerkzeug etwas angespitzt, dies sorgt für eine bessere Verbrennung des Antriebs

 

2) Jetzt kommt die fertige Antriebsmischung ins Röhrchen. Oben sollte aber noch ca. 1-2cm Platz gelassen werden, um diese Seite ebenfalls mit Bentonit verschließen zu können. Für den oberen Verschluss braucht man kein angespitztes Rammwerkzeug.

Optional kann man bei längeren Röhrchen auch etwas weniger Antriebsmischung nehmen, und darüber noch eine kleine Portion Flash hinzufügen. Dadurch explodiert der Helikopter später am höchsten Punkt seiner Flugbahn.

Das Flash darf bei einer solchen Verwendung allerdings nicht stoßempfindlich sein, immerhin muss noch das Bentonit gerammt, bzw. gepresst werden

 

3) Danach geht man zurück zum Strich an der äußeren Hülle den man im ersten Schritt angezeichnet hat. Mit einem feinen 2mm Bohrer bohrt man ca. 2mm über diesem in kleines Loch in den Körper.

Am besten benutzt man dafür eine Standbohrmaschine, da hier genaue Präzision benötigt wird. Das Loch sollte nur bis zur Mitte des Körpers gehen und wie in der Zeichnung zu erkennen, an eine der Schrägen durchbrechen

 

Der Rotor – Teil 1

Als nächstes muss der Rotor gebaut werden. Dabei handelt es sich um den schwierigsten und aufwendigsten Teil der Anleitung. Das Stäbchen das den Rotor bilden soll, kann man im Internet in pyrotechnischen Shops frei kaufen. Aber es soll einigen Leuen auch schon gelungen sein, brauchbare Rotoren aus Materialien wie leichtem PVC oder Eisstäbchen gebaut zu haben. Die gekauften sind dem aber vorzuziehen.

1) Man entzündet die Kerze, nimmt ein Ende des Stäbchens in jede Hand und hält die Mitte über die Flamme. Sobald man es leicht verbiegen kann, dreht man die rechte Hand und das damit gehaltene Ende zu sich. Die linke Seite bewegt sich nicht. (hier Seitenverkehrt für Linkshänder)

Diesen Schritt niemals mit der Antriebsmischung in der Nähe durchführen! Den Rotor nicht „überdrehen“, dies erkennt man nach einigen Versuchen problemlos

 

Der Rotor – Teil 2

Jetzt wird es etwas komplizierter. Der Rotor muss in einem bestimmten Winkel zum Antriebsloch (im 2. Schritt gebohrt) platziert werden. Mit einem einfachen Tool kann man aber eine Menge Rechenarbeit sparen.

1) In einen Bierdeckel schneidet man ein Loch mit dem exakten Durchmesser des Röhrchens, und stellt dieses hinein.

 

2) Jetzt markiert man mit einem Strich die Position des Antriebslochs an der Seite. Der Rotor muss exakt 135° davon abstehen (hier ist der Rotor oben, die Düse 135° nach links unten)

 

3) An der Rotor-Markierung klebt man jetzt den Rotor mit einigen Tropfen Heißklebe an. Jetzt nur noch ein Stück Visco in die Antriebsdüse und fertig ist der Helikopter.

Es gehört schon etwas Erfahrung dazu, einen guten Helikopter zu bauen. Die ersten Versuche scheitern meistens! Zur Zündung, den Helikopter mit dem Rotor nach oben auf den Boden stellen