Fontäne

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Fontänen sind kleine, aber eindrucksvolle pyrotechnische Sätze. Ihre Konstruktion und Wirkungsweise ist sehr einfach und daher auch nicht sonderlich schwer nachzubauen.

Die beiden wichtigsten Elemente der Fontäne sind zum einen die Ladung, und zum anderen die Düse. Die Effektladung muss eigentlich immer gepresst werden und mit speziellen Chemikalien bzw. Zusätzen angereichert sein, um einen bestimmten Effekt zu erzielen.

Die Düse entscheidet bei der Fontäne über Form, Stärke und Richtung bzw. Ausdehnung des Effekts. Eine sehr kleine Düse bewirkt einen sehr hohen Funkeneffekt, birgt aber auch Risiken. Wenn sich durch eine zu kleine Düse zu viel Druck aufbaut, kann die Fontäne schnell mal zum Böller mutieren und ihren Inhalt in alle Richtungen schleudern.

Die Zusätze beschränken sich meistens auf Metallpulver und Holzkohle. Dabei gibt jedes Metallpulver andersfarbige Funken ab.

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Materialien

  • Hülse
  • Bohrmaschine
  • Hammer
  • Rammwerkzeug
  • Trichter
  • Tape
  • Alufolie
  • Visco

Chemikalien

  • Schwarzpulver
  • Effektzusatz
  • Betonit oder Katzenstreu

Vorbereitung der Effektladung

Als Hauptteil der Effektladung bzw. des Funkensatzes besteht in der Regel aus Schwarzpulver. Diesem werden allerdings noch Metallpulver oder sonstige Zusätze beigefügt. Auch Ladungen aus oder mit Whistle Mix funktionieren, der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Wenn man aber lieber einfache, aber günstige Kohlefunkenerzeugen möchte, muss das Schwarzpulver einen erhöhten Anteil an Kohle aufweisen. Dieser reicht von 10-20% an zusätzlichen Gewichtsanteil.

Herstellung

1) Wie bei vielen pyrotechnischen Sätzen, muss auch hier zuerst eine Seite des Rohres verschlossen werden. Dazu klebt man zuerst ein Ende der Röhrchen zu, gibt etwas Betonit bzw. gepulvertes Katzenstreu hinzu und verdichtet es mit Hammer und Stab.

 

2) Jetzt wird der vorbereitete Effektsatz mit einem Trichter hinzugegeben und mit dem Rammwerkzeug zusammengepresst. Bei Bedarf kann auch die hydraulische Presse verwendet werden. Dabei sollte in Intervallen gepresst/gerammt werden. Wenn man erst presst, wenn bereits das ganze Pulver hinzugegeben wurde, wird der Effekt später viel schwächer ausfallen.

Einige Mischungen sind so empfindlich, dass man sie niemals rammen, sondern nur pressen sollte

Durch einen Trichter verhindert man, dass zuviel Effektladung an den Wänden hängen blieb und beim pressen reagiert

 

3) Sobald nur noch 1-2cm Platz im Rohr sind, wird dieser Raum ebenfalls mit Betonit aufgefüllt und gepresst. Optional kann man auch trockene M-80 Stopfen oder die Alustopfen der PVC-Böller verwenden.

 

4) Anschließend wird mit einem schmalen Bohrer (ab 2mm) in eine Seite ein Loch gebohrt. Wie tief man dabei bohrt bleibt jedem selbst überlassen. Einige „Experten“ schwören auf eine Seele wie bei Raketen.

Eine akzeptierte Regel der Szene beziffert den Durchmesser der Düse mit dem halben Durchmesser des Rohres! Aber auch das ist Geschmackssache, ein Drittel geht auch super

Wenn der Effekt nach oben gehen soll, muss die Düse auch grade und zentral sitzen. Ansonsten kann auch mit schrägen oder kegelförmigen Düsen experimentiert werden

 

5) Gezündet wird mit einem einfachen Stück Visco. Damit dieses aber nicht dauernd herausfällt oder gar beschädigt wird, kann man es mit ein wenig Tape an den Seiten der Fontäne befestigen.