Tetramminkupfer(II)sulfat-Monohydrat

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Allgemeine Infos
Tetramminkupfer(II)sulfat-Monohydrat (nicht zu verwechseln mit Tetramminkupfer(II)persulfat), ist  Komplexsalz des zweiwertigen Kupfers und der Schwefelsäure. Es handelt sich dabei um eine normale Chemikalie und nicht um einen Sprengstoff. Erstmals 1644 synthetisiert wird das durch Zugabe von Kalkmilch gewonnene Pigment für Malerfarben verwendet. Das Monohydrat an sich findet Verwendung als Fungizid und in der Textilindustrie.

 

Warnhinweise
– Ammoniak ist sehr reizend, die Dämpfe sollten nicht eingeatmet werden
– Kupfersulfat-Pentahydrat ist ein starkes Umweltgift

 

Weiterführende Links

http://www.lambdasyn.org/synfiles/tetram…sulfat.htm
https://de.wikipedia.org/wiki/Tetramminkupfersulfat

 

Theoretische Berechnungen

CuSO4 • 5 H2O + 4 NH3                =         [Cu(NH3)4]SO4 • H2O    + 4 H2O

249,69g/mol +  4 x 17,03g/mol        =         245,75g/mol                      + 4x 18,01528 g/mol

249,69g           +       68,12 g            =         245,75g                            + 72,06112g

317,81                                              =         317,81

 

Probe erfolgreich! Nun rechnen wir es auf unsere Synthese um

 

249,69g   +        68,12 g                  =           245,75g               + 72,06112g              /:249,69

1g            +     0,27282g                  =          0,98422g              +     0,2886g                /*25

25g          +      6,82g                       =          24,6055g              +       7,215g

 

6,82g reiner Ammoniak umgerechnet in die normal erhältliche 25% Lösung:   27,28g

Bei der Synthese empfiehlt sich allerdings ein gewisser Ammoniak Überschuss, weswegen ich statt den 27,28g, lieber 40g Ammoniak (25%) verwende

 

Materialien
– 1x Becherglas 400ml
– Magnetrührer mit Rührfisch
– Laborlöffel
– Filter (optional Glasfritte)
– Trichter (optional Glasfritte)
– Auffanggefäß
– Waage

 

Chemikalien
– 25g Kupfersulfat-Pentahydrat
– 40g Ammoniak
– 250ml Ethanol
– 30ml destilliertes Wasser

 

 

Durchführung
1) In einem Becherglas werden 25g Kupfersulfat-Pentahydrat in 30ml destilliertem Wasser gelöst.

 

     

2) Unter ständigem Rühren gibt man nun 40g Ammoniaklösung hinzu. Die Farbe sollte von hellblau zu türkis grün bis tief-dunkelblau wechseln. Dies geschieht durch die Entstehung von Kupferhydroxid welches sich erst bei einem Ammoniak Überschuss zum Tetraminkupersulfat-Komplex umformt.

 

                  

 

Achtung! Ammoniak gibt stark beißende Dämpfe von sich. Nur draußen oder mit einem Abzug arbeiten!

3) Nun rührt man 15 Minuten weiter um, gibt 250ml Ethanol in die Lösung, ein leichter Farbumschwung ins lila fällt kurzzeitig auf. Es wird 10 Minuten weiter umgerührt.

 

  

4) Nun verschließt man das Gefäß und stellt es für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank. Schon nach wenigen Minuten erkennt man eine deutliche Ausfällung des Tetramminkupfer(II)sulfat-Monohydrat.

 

  

5) Die ausfallenden Kristalle werden abgefiltert (am besten per Filternutsche). Cellulosefilter gehen zwar auch, allerdings hat Tetramminkupfer(II)sulfat-Monohydrat den Ruf, Cellulose zu lösen. Nachgewaschen wird mit Ethanol.

 

 

        

 

Ausbeute
24,33g Tetramminkupfer(II)sulfat-Monohydrat, dies sind fast 98,8% der Theorie. Generell erreicht man bei dieser Synthese immer eine fast quantitative Ausbeute zum eingesetzten Kupfersulfat.