Kupfer(II)sulfat von Kupfersulfat-Pentahydrat

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Hier ein kleiner Schulversuch, welcher eigentlich jedem bekannt sein sollte. Er dient zur Übung mit dem Umgang von Laborgegenständen und allgemeinen Arbeitsschritten. Zudem ist es bei einigen Synthesen von Vorteil, wirklich wasserfreies Kupfer(II)sulfat zu verwenden, welches auf diesem Wege gewonnen werden kann.

 

 

 

Stoffdaten Kupfer(II)sulfat (wasserfrei)

Summenformel:CuSO4
CAS-Nummer:7758-98-7
Kurzbeschreibung:weißes bis leicht graues Pulver
Dichte:3,60 g/cm3
Molare Masse:159,61 g/mol
Schmelzpunkt:Zersetzung bei 560 °C
Löslichkeit:203 g/l bei 20 °C

 

 

 

Stoffdaten Kupfersulfat-Pentahydrat

Summenformel:CuSO4 * 5 H2O
CAS-Nummer:7758-99-8
Kurzbeschreibung:blaues Kristallpulver
Dichte:2,248 g/cm3
Molare Masse:249,68 g/mol
Schmelzpunkt:340–650 °C (Stufenweise Abgabe der Wassermoleküle)
Löslichkeit:423 g/l bei 20 °C

 

 

 

Warnhinweise
– Kupfersulfat (inkl. Pentahydrat) ist reizend und ein starkes Umweltgift. Reste der Lösungen müssen abgefüllt und beim Werkstoffhof als Chemikalienabfälle entsorgt werden!

 

 

 

Materialien
– Feuerfestes Glas oder Reagenzglas
– Bunsenbrenner

 

 

 

Chemikalien
– Kupfersulfat-Pentahydrat

 

 

 

Durchführung
1) Man gibt das Pentahydrat in ein Reagenzglas oder eine Glasplatte und erhitzt es vorsichtig mit schwacher Flamme eines Bunsenbrenners.

 

 

2) Innerhalb kürzester Zeit knistert es leicht, das Kristallwasser verdampft, dabei färbt sich das Pentahydrat weiß bis leicht grau, der normalen Farbe von Kupfer(II)sulfat.

Würde man das wasserfreie Kupfer(II)sulfat noch weiter erhitzen, würde es ab 340 °C zu Kupfer(II)oxid und Schwefeltrioxid zerfallen. Natürlich kann so auch Kupfer(II)oxid gewonnen werden, was allerdings hier nicht das Ziel ist (auch wäre der Kauf billiger und qualitativ hochwertiger).

 

 

3) Zu beobachten ist, dass das Kupfer(II)sulfat nach einiger Zeit an der Luft wieder leicht türkis und anschließend wieder blau wird. Das liegt an seiner hygroskopischen Eigenschaft, es zieht Wasser aus der Luft an und bindet es – im Grunde eine Rückreaktion bis hin zum Pentahydrat.

Diesen Vorgang kann man beschleunigt betrachten wenn man es mit etwas Wasser versetzt.