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D-Lysergsäurediethylamid

#1
Hallo zusammen,

Da es mich ehrlich gesagt wundert, dass hier im Forum (soweit ich überblicken kann) nie was über die Herstellung von LSD thematisiert wurde, dachte ich, ich nenne das Kind einfach mal beim Namen.

Nun meine Frage: Liegt es wirklich daran, dass die LSD-Synthese von vielen als ein so unerreichbar weit entferntes Ziel betrachtet wird, das
einem überirdische Fähigkeiten und vor allem Chemikalien abverlangt, über die es sich nicht nachzudenken lohnt?
Oder interessiert sich ganz zufällig einfach niemand außer mir hier im Forum für diese überirdisch magische Substanz, die den magic-key in den inneren sowie äußeren Kosmos bereithält?
Vielleicht existiert zwischen den hier aktiven Acid-Köchen auch einfach nur ein Konsens, dass nie auch nur ein Wort über den Fortschritt im heimischen Labor auf dem Weg zum ersten selbstgetränkt- und getaucht-en, von LSD triefenden, Pappenbogen öffentlich geteilt wird?

Habe ehrlich gesagt auch kurze Zeit darüber nachgedacht, ob es eine schlechte Idee sein würde, hier darüber zu sprechen und ob ich mir dadurch vielleicht das Ziel verbauen könnte? Aber nein doch. Das entspricht einfach nicht meiner Philosophie zum Umgang mit solchen Informationen. Vielmehr sollte ich es einfach mal ganz direkt raushauen:
Ja, ihr ahnt schon das Richtige! Eines meiner größten Ziele im heimischen Labor ist es in maximal mittelferner Zukunft mein eigenes LSD herzustellen. Bis dahin möchte ich mir natürlich die dazu nötige Zeit geben, in meiner Laborpraxis sowie im Kenntnisstand zu reifen. Aber ehrlich gesagt finde ich, dass der gesamte Prozess noch gut überschaubar ist (von Ergotamin oder einem anderen Lysergsäureamid ausgehend; nicht vom Mutterkorn, das wäre zu aufwändig), auch wenn es einige fundamentale, für mich neue, Arbeitsweisen auf meiner to-learn sowie Apparaturen auf meiner to-buy-Liste abzuarbeiten gibt.

Egal für welchen Syntheseweg man sich schließlich entscheidet (denke meinen Weg schon sicher gefunden zu haben), die Arbeit unter stringentem Ausschluss von Feuchtigkeit, Reaktionen unter Inertgas-Atmosphäre, Vakuumdestillation- und Trocknung, Chromatography sowie die präzise und saubere Arbeit unter sehr schwachem Licht werden in allen Fällen gebraucht.

Habe halt auch schon einen Weg vom Alkaloid bis zum Endprodukt gefunden, bei dem ich für alle benötigten Chemikalien Synthesen finden konnte, die im Hobbylabor aus OTC-Produkten durchführbar sind. Diesbzgl. liegt die größte Schwierigkeit eben "nur" in der Beschaffung des Alkaloids (hätte ich auch schon zwei Ideen für).

Daher bin ich in diesem Vorhaben auch so optimistisch, dass es grundsätzlich klappen wird (u.a. aus finanziellen Gründen wohl aber noch einige, wenige Jahre dauern wird). Bleibt dann nur zu hoffen, dass man sich das gute Produkt am Ende nicht ausversehen überschüttet. Kenne da schon zwei Acid-Köche, denen es passiert ist.
(siehe 22:20 in https://www.youtube.com/watch?v=lpRtT_60JSg&t=1470s - die Story ist einfach nur zum wegschmeißen geil! Haha...)

Jedenfalls interessiert mich in erster Linie nur mal so im Groben, ob und welche weiteren Forscher in diese Richtung unser Forum bisher noch hervorgebracht hat?! An welchem Punkt sie stehen. Aber auch im Allgemeinen, was die anderen über das Thema denken...

Da warten sicherlich einige besondere Herausforderungen und ehrlich gesagt freu' ich mich einfach nur rießig auf jede einzelne Etappe auf dem Weg dorthin!
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#2
Hallo,
Ich nehme LSD schon seit mehreren Jahren selbst und habe auch selbst mich mit dem Thema beschäftigt, daher kann ich dir sagen das die Herstellung wohl sehr komplex sein soll.
Die meisten paper die Lysergsäurediethylamid oder auch LSD25 beinhalten sollen zwar schon Nähe dran sind aber dennoch kein reines LSD25 enthalten.
Es sind wohl zurzeit ca 5 Labore in der Lage dass LSD25 herzustellen das Albert Hoffmann entdeckt hat.
Mit den einzelnen Synthese Schritten habe ich mich noch nicht im Detail beschäftigt, da ich wirklich gute Kristalle bekomme und ich auch kein gelernter Chemiker mit entsprechender Ausrüstung bin bevorzuge ich dann die einfache variante des kaufens.

Trotz dessen bin ich Mal gespannt wie weit du mit der Synthese kommst.

Greetz
:: Greetz from Berlin City ::
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#3
hab mich nie richtig damit auseinandergesetzt. also ist schon möglich das zu machen aber wenn ich anfangen würde dann würd ich erstmal drüber nachdenken wie man am besten lysergsäure herstellt.
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#4
Also erst mal brauchst du ein Roggenfeld und impfst es mit Mutterkorn und gibst ihm auch den richtigen, hochkomplexen Dünger.
Dann isolierst du das Ergotamin und wandelst es in Lysergsäure um. Und dann erst erfolgt die eigentliche Synthese. Viel Spass!!
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#5
Welchen hochkomplexen Dünger würdest du denn empfehlen Mal abgesehen davon daß die Sporen Beschaffung schon sehr Tricky sein dürfte. Ich glaube da findest du auch Roggenfelder eher ein zwei Mutterkorn Pilze als Sporen im Netz.
:: Greetz from Berlin City ::
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#6
So, hier mal ein paar Sachen:


.pdf   Ergotamin.pdf (Größe: 1,77 MB / Downloads: 38)

.pdf   Ergotamin2.pdf (Größe: 716,32 KB / Downloads: 7)

.pdf   LSD.pdf (Größe: 316,38 KB / Downloads: 10)

.pdf   Lyserg Acid - Teil1.pdf (Größe: 486 KB / Downloads: 12)

.pdf   Lyserg Acid - Teil2.pdf (Größe: 1,99 MB / Downloads: 7)

.pdf   Lysergsäure.pdf (Größe: 524,62 KB / Downloads: 7)

.pdf   LSD Synthesis.pdf (Größe: 110,82 KB / Downloads: 16)

.pdf   Lysergic-LSD.pdf (Größe: 193,33 KB / Downloads: 6)

.pdf   Total Synthesis Of Lysergic Acid.pdf (Größe: 82,53 KB / Downloads: 9)
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#7
Ich denke es wäre nicht sonderlich klug mehr Roggen zu infizieren und die Alkaloide aus den Sklerotien zu isolieren, da ja auch noch fette und alles mögliche andere Zeug drinnen ist. Ich würde eher mal Sclerotien sammeln und dann den Claviceps Purpurea-Pilz kultivieren. Geht schneller und bringt's mehr
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#8
Vollsynthese oder nur die weiteren Schritte von Lysergsäurederivaten ausgehend?

Ich muss sagen dass ich selbst im Moment nicht dazu in der Lage wäre. Das übersteigt doch einiges, von der Ausrüstung ganz zu schweigen Big Grin
bin auch in diesem Thema drin, aber lass es behutsam angehen
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#9
@Chemiker:
Wie gesagt, wäre es mir zu aufwändig vom Mutterkorn auszugehen. Um 1-2g Ergotamin zu extrahieren, brauchst du 1kg Mutterkorn
und verdammt viel Lösemittel (glaube mehr als 10 Liter). Da wäre es schon effizienter im Internet aus Indien oder so 1000 Migäne-Tabletten "cafergot"
zu bestellen (die enthalten je 1mg Ergotamin). Bekommt man auf diversen Seiten rezeptfrei.
Ansonsten schaut man nach einem korrupten Händler aus China, der bereit ist deine Sendung falsch zu deklarieren. Davon gibt es viele... (so kommen grundsätzlich
Vorläufer-Chemikalien für Drogen zu uns nach Europa), müsste man halt nen Gewerbe anmelden, was das ganze sehr aufwändig macht.

@stup1D:
Das mit dem Kultivieren des Mutterkorn-Pilzes klappt leider nicht so einfach. Demnach, was ich bisher gelesen habe, kennt man bisher nur einen Strang bei dem es
so funktioniert "Claviceps Paspali", die anderen lassen sich so zwar züchten, bilden aber keine brauchbaren Alkaloide. Das Züchten würde daher nur war bringen, um
ganz viel genetisches Material zu erzeugen, welches man dann nutzt, um ein Feld zu beimpfen. Will ich mir den Ärger geben? Nein danke.
Vor allem willst du den Pilz sicher nicht bei dir zuhause oder deiner Garage / Werkstatt oder sonst wo haben.

@BeNoise & BnkD:
Schauen wir uns doch einfach mal an, wie "komplex" der ganze Vorgang doch ist (kenne meinen Fahrplan schon auswendig Big Grin):

Lysergsäure:
1. 10g Ergotamin in 200ml MeOH, die 11g KOH enthalten, auflösen
2. MeOH unter Vakuum entfernen
3. Rückstand in 200ml 8% KOH (diesmal wässrig) rückflussieren (unter Inertgas)
4. abkühlen lassen und mit H2SO4 bis pH=3 ansäuern => Lysergsäure fällt aus
5. filtern und Rückstand mit Ether waschen
6. Lysergsäure in EtOH, wo etwas Ammoniak drin ist, auflösen und filtern (ist nur ein Reinigungsschritt)
7. wieder mit H2SO4 bis pH=3 ansäuern, Niederschlag filtern, Rückstand mit Ether spülen und trocknen (Ausbeute: 3-3,5g LS).

Lysergsäure-Chlorid:
1. 5g Lysergsäure in 100ml POCl3 mit 4g PCl5 auflösen
2. kurz auf 90°C erhitzen (Temperatur 2 Minuten halten, dann wieder abkühlen lassen)
3. POCl3 unter Vakuum entfernen, zurück bleibt ein Gemisch aus Lysergsäure-Chlorid und PCl5
4. Lysergsäure-Chlorid ist in unpolaren, organischen Lösemitteln löslich, PCl5 hingegen nicht. So lassen sich die beiden trennen
(Gemisch in z.B. Hexan, Xylol etc. schmeißen, filtern und Filtrat unter Vakuum zur Trockene einengen)

LSD:
1. LS-Chlorid aus vorigem Schritt langsam in 500ml Chloroform, in dem 15ml Diethylamin  enthalten sind, geben
2. 30 Minuten Reflux
3. abkühlen lassen und 500ml 1M Ammoniak hinzu
4. alles in einen Scheidetrichter geben und schütteln. Die untere Phase ist nun LSD in Chloroform.
5. obere Phase nochmal mit Chloroform extrahieren
6. Produkt einengen und verbliebenen Rückstand (LSD-Freebase) in ein stabileres Salz umwandeln (Tartrat oder Maleat)

zum Reinigen des LSDs, um iso-LSD zu entfernen, kann man noch chromatographieren. Bei obiger Vorgehensweise würde angeblich aber kaum iso-LSD entstehen.

Ehrlich gesagt: Ich finde überhaupt nicht, dass das so komplex wäre. Täusche ich mich?

@BnkD: Wie du siehst: Keine Vollsynthese, sondern von Alkaloiden ausgehend.

BTW: Achso: POCl3 und PCl5 kann man ohne zu großen Aufwand aus P und NaClO3 herstellen.
Diethylamin aus Ethyliodid und Ammoniak wäre halt etwas aufwändig. Habe aber auch gelesen, dass man es aus dem Insektizid DEET durch Hydrolyse und anschließender
fraktioneller Destillation machen könnte. Wenn das geht, wäre auch Diethylamin keine zu große Herausforderung mehr...
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#10
Hab glaube sogar für den pupurea strain was gespeichert. Ist wahrscheinlich auch am einfachsten. Sonst gibt's noch 1-2 totalsynthesen die ich kenne, die "eventuell machbar" wären, aber naja..
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#11
@flyfit: Gut, aber du möchtest doch sicher auch verkaufen. Wenn du jetzt aus 1kg Mutterkorn 1g LSD draus machst und 5'000 Trips a 5 Euro verkaufst und davon noch 5'000 Euro für Chemikalien etc. abziehst, bleiben dir immernoch 20'000 Euro. Ich würde das nicht machen, mich interessiert nur die Chemie. Aber davon abgesehen würde ich sagen, dass sich der Aufwand auf jeden Fall lohnt; bis sie dich erwischen!!
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#12
@stup1d hau mal die totalsynthese raus, eventuell möchte ich meinen kopf da auch mal reinstecken.. mal sehen vll spuck ich ja ne mehtode raus die fast OTC machbar wäre Big Grin
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#13
okay, ja, das sieht nicht verkehrt aus
du willst zuerst alkalisch hydrolysieren, dann chlorieren und dann eine Amidierung am Schluss anhängen? Das sieht absolut machbar aus Big Grin

die Edukte an sich stellen nicht das Problem dar in meinen Augen. Tatsächlich eher das Lysergsäureamid, denk ich zumindest. Dann natürlich der Umgang mit allen Chemikalien. Du brauchst ne doch ziemlich ausgeprägte Ausrüstung. An sich alles kein "Problem", nur ein Preis Problem.
Wie gut die Synthese dann funktioniert und was die Ausbeute sagt ich natürlich noch eine ganz andere Hausnummer.

Mir gefällt das aber jetzt schon sehr gut muss ich sagen =)
ich denke ich werd mich da auch mal mehr vertiefen und ein paar Denkanstoße mitliefern. Eines meiner Lieblinge Big Grin
und tatsächlich auch etwas was ich in meinem bescheidenen Leben einmal gemacht haben wollte
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#14
@Chemiker:

Zitat:...bis sie dich erwischen.

Würde auch danach weitermachen ... Big Grin


@fastbre4k:
 
Zitat:mal sehen vll spuck ich ja ne mehtode raus die fast OTC machbar wäre Big Grin

Dann aber bitte auch teilen Smile


@BnkD:
 
Zitat:okay, ja, das sieht nicht verkehrt aus
du willst zuerst alkalisch hydrolysieren, dann chlorieren und dann eine Amidierung am Schluss anhängen? Das sieht absolut machbar aus Big Grin

Genau, so habe ich das auch verstanden.
 
Zitat:Eines meiner Lieblinge Big Grin
und tatsächlich auch etwas was ich in meinem bescheidenen Leben einmal gemacht haben wollte

Nice Smile
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#15
eventuell mit Thionylchlorid chlorieren? Gibt Lithium-Thionylchlorid-Batterien aus denen man das beziehen könnte
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