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Bunter Effekt durch Zink Signalsterne?

#1
Moin Moin Leute,

Nehmen wir mal an jemand würde sich Signalsterne besorgen und diese von ihrer lästigen Aluhülle befreien. Infolgedessen hätte derjenige dann den Signalstern und würde ihn anschließend zu groben Splittern zerstoßen. Anschließend das gemumpe durch ein Sieb so das wirklich nur noch die Stücken übrig bleiben.

Danach wird ein schnelles SP angerühert und mit der Tante Dextrine und etwas Wasser zu einer zuckergussartigen Masse vermengt. Nun kommen die Signalsternsplitter in die Masse und werden möglichst dünn überzogen mit dem SP und zum Schluss in den Dörrautomaten gelegt zum trocknen.

Das ganze dann in einen BKS Schallerzeuger und es sollte einen föhrlich bunten Ausstoß bei der Detonation geben.

Soweit die Theorie.

Meist lauert der Teufel in der Praxis...

Frage:
Was passiert wenn so ein Stern Feuchtigkeit zieht? Ist das böse böse oder geht das klar?

Seht ihr sonst noch Gefahren lauern bei dem Gedanken?

Z.b. beim zerstoßen der Sterne zu splittern?

Hab ich irgendwas übersehen?

Hab ich das gesagt? Oder nur gedacht?

Haben die mich gehört? o.O
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#2
Hi,

wenn du das so machst, hast du, von den technischen Problemen abgesehen, viele hundert oder tausend Prozent mehr zu zahlen als wenn du die Mischungen selber fertigen würdest.

Diese Sterne brennen rel. hell, es ist also sehr wahrscheinlich, dass sie Metalle als Brennstoff enthalten, die (bes. Mg) werden sich nicht mit H2O gelösten Bindemitteln vertragen.

Dann ist noch das Problem mit den unregelmäßig geformten bzw. sehr ungleich großen "Splittern".

Wenn du das so machen möchtest dann zermahle die Sterne im ganzen und granuliere sie neu, entweder gepumpt, geschnitten od. gerollt.

Zum rollen braucht man übrigens keine motorisierte Trommel, kleine Mengen habe ich immer in einer Schale, einer Schüssel geschwenkt.

Industriell werden zum "impfen" dieser Sterne z.B. Rapssamen verwendet, die werden dann in der Trommel, der Schüssel welche sich in Rotation/Bewegung befindet mit Lösemittel (das muss zu dem Bindemittel passen also z.Bsp. Ethanol/Aceton für Kunstharze bzw. Naturharze) besprüht, dann wird der Satz darauf gestreut, die rollenden Samen bewalzen sich wie ein Schneemann mit dem Satz, werden wieder befeuchtet, es kommt wieder Satz dazu bis die gewünschte Größe erreicht ist, dann wird noch geprimt, d.h. mind. eine Schicht eines leichtentzündlichen Satze aufgerollt der die Entzündung des -mitunter- schwer entzündlichen eigentlichen Satzes übernimmt, sich aber auch mit diesem "vertragen" muss.
Schwefel und Chlorat vertragen sich z.Bsp. nicht, auch wenn sie nicht in einem Satz untergebracht sind sond. in zwei, aneinander grenzenden.

Zu all dem findest du Anleitungen, Rezepte und Videos.

" beim zerstoßen der Sterne zu splittern? "

KANN theoretisch proplematisch sein, der Satz kann Perchlorate enthalten, des ist rel. häufig der Fall.
Wie die sich mit entsp. Reduktionsmitteln bei Reibung und Schlag verhalten ist klar.

Als Bsp. wie vorsichtig man professionell da ist sei die normale Visco Zündschnur angeführt: sie darf nicht mit einer Schere geschnitten werden OBWOHL sie "nur" Nitrat enthält.

Grüße!
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#3
" Wenn du das so machen möchtest dann zermahle die Sterne im ganzen und granuliere sie neu, entweder gepumpt, geschnitten od. gerollt. "

Okay...wenn zerstoßen schon problematisch werden kann...dann ist zermahlen bestimmt nicht sicherer Big Grin Big Grin Big Grin

Sind die Sterne wenn man sie fertig kauft in der Alu-Hülle komplett geprimed? In so einer BKS-Hülle wird es ja ziehmlich heiß.
 
Ich weiß die Unregelmäßigkeit der Splitter ist nicht optimal aber das BKS könnte doch durchaus in der Lage sein, das ganze auch ohne weiteren Prime zu zünden....oder??? Icon_problem Icon_problem

Dann könnte man ja nur die Splitter rein packen und gut...

Nächstes:

Perchlorat und S sind keine Freunde auch in getrennten Sätzen...okay soweit so klar.

Aber sind sie gute Nachbarn? Konkret...wenn man Kclo4-haltige Sätze in z.B. Frischhaltefolie einlagig verpackt und dann in einen Satz mit S stellt...immernoch nicht gut?

Danke Wink
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#4
Hi,

" wenn zerstoßen schon problematisch werden kann...dann ist zermahlen bestimmt nicht sicherer " stimmt, habe erst das eine, dann das andere geschrieben ohne dabei nachzudenken.
Ist ja auch kein muss aber generell ist es nicht die beste Idee fertige Feuerwerkskörper zu delaborieren, auch wenn's klappen würde.

Bei dem konkreten Satz würde wohl auch nicht die Welt unter gehen WENN er sich beim Zerkleinern tatsächlich entzünden würde....

" Alu-Hülle komplett geprimed "

Ja, sind sie, es ist entweder eine Schicht Schwarzpulver als letztes aufgepresst od. enigstens ein paar Krümel SP, das sieht man dann als schwarze Marmorierung wenn man "unten reinguckt".


" ohne weiteren Prime zu zünden....oder??? "

Kann sein, kann nicht sein, ausprobieren.



" Perchlorat und S sind keine Freunde "

Chlorat und Schwefel, das ist sowas wie die abgeschwächte Armstrongsche Mischung, Perchlorat geht schon eher klar.

S, KClO4 und Al sind übrigen in den Starenschrecks drin, zumindest denen die ich so hatte.

Grüße!
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