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Benzos

#1
Ich mach hier mal einfach n neues Thema auf. Dachte das Interessiert vielleicht viele : Benzos 

Wer von euch hat sie ausprobiert und welche ? Was sind eure Lieblinge ? Wie kommt ihr mit der Suchtgefahr klar ? 
Was haltet ihr von RC-(Research Chemical)-Benzos ?
WEED
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#2
bisjetzt nur Xanax also apralozam probiert. 1mg - fand ich sehr gut - wie instant besoffen nur ohne diesen schwindel - ich konnte gut und lange schlafen. nach dem aufwachen war ich immernoch benommen - zeitgefühl null


nun ist mulungu auf dem weg zu mir und schaue wie es mir so bekommt - werde natürlich auch die dosis ein wenig anpassen


valium würd ich auch mal probieren wollen
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#3
Ich hab schon die meisten (in schland) gängigen pharmazeutisch genutzten Benzos genommen und obendrein noch mal etwa die gleiche Menge RC-Benzos. Meine Lieblinge sind dabei auf jeden Fall die anxiolytischen wie Alprazolam, Bromazepam und Pyrazolam (Loraz nicht so), bei denen ich die Suchtgefahr der Benzos auf jeden Fall deutlich spüre, so deutlich wie das bei dieser Substanzklasse eben geht. Das ist nämlich der Punkt, der Benzos so scheißgefährlich macht: Wenn man nicht gerade aufgrund früherer Abhängigkeiten diese Mechanismen schon genaustens kennt, verarscht man sich gnadenlos. Bei Benzos ist das schlimmer, als bei anderen Drogen, denn durch die niedrige Hemmschwelle neigt man viel eher dazu "fuck it" zu sagen/denken und durch die amnestische Wirkung (auch wenn man keinen Blackout hat) kann man sich bei etwas höherfrequentiertem Konsum trotzdem nicht so genau erinnern, wie oft man jetzt eigentlich schon Benzos in letzter Zeit genommen hat. Und glaub mir, abhängig willst Du nicht werden. Ich habe zwar schon diverse Opioidentzüge hinter mir, aber vor Benzos hab ich so viel Respekt, dass ich es gar nicht erst drauf ankommen lasse. Gegen Benzoentzüge sind Opientzüge nämlich Kindergarten.

Was RC-Benzos angeht: Die sind so gut wie alle in Papern und Patenten beschrieben, um sie später mal als Medis vermarkten zu können. Wer sich etwas mit der Entwicklung von Wirkstoffen und deren Zulassung auskennt, weiß, dass das ein enorm zeit- und kostenaufwendiger Prozess ist, in dem viele Wirkstoffe einfach fallen gelassen werden, auch wenn kein offensichtlicher Mangel vorliegt. Daher sind einige RC Benzos genauso gut wie pharmazeutische Benzos, als Beispiele hier z.B. Diclazepam, was fast genauso wirkt wie Diazepam (auch wenn ich letzteres mehr mag), oder Pyrazolam, was mir als Anxiolytikum besser taugt als das hochgelobte Lorazepam. Außerdem werden einige RC-Benzos außerdem zu pharmazeutisch genutzten Benzos metabolisiert oder sind sogar in manchen Ländern Medikamente. Etizolam ist hier ein Beispiel, das hat in Deutschland und anderen Ländern nie auf den Markt gefunden, während es z.B. in Italien auf Rezept als Medi erhältlich ist.
Scheiß auf Recht und Ordnung, Einigkeit und Freiheit,
Scheiß auf scheiß Kulturen aus der scheiß Steinzeit!
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#4
Hab mich auch lange mit Benzos auseinandergesetzt und kann dir (bis auf den entzug weil ich da keine erfahrung habe) komplett zustimmen.
WEED
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#5
Hallo,

tja, Benzos sind so'n Zweischneidig Ding...aber über den eigentlichen und berechtigten Einsatz von Benzos in der Medizin reden wir ja hier garnicht.

Meine "klassischen" Benzos, vor allem durch die Gängigkeiten des hiesigen Marktes geregelt waren v.a. Diazepam und Rohypnol (ein Produktname von Flunitrazepam), Lorazepam, Alprazolam, ja auch Nitrazepam waren eher nachrangig.

Ich hatte schlimme Zeiten des Misbrauchs.
So nennt man das eindeutig wenn man über mehrere Monate um 5 Rohypnol + "Beiwerk" (was geht und unterkommt) täglich konsumiert...seltsamer weise hatte ich bei beiden dieser "schlimmen" Konsumwellen welche ich übereilt und ungewollt einstellen musste keinerlei Entzugssymptome mal von etwas craving abgesehen.

Das ist aber nicht exemplarisch, Benzos bieten furchtbare Entzüge, warum ich um die herumkam ist mir unklar...ich habe zwar "ausgeschlichen" aber dies viel übereilter, unterdosierter als dies in Kliniken geschieht und da den Leuten auch so schon massive Probleme bereitet.

Überdies ist mein Konsum, wenn auch schon schlimm, nichts wenn man es mal mit Extrembeispielen vergleicht...Konsumenten können sich in kürzester Zeit an EXTREMSTE Dosen versch. Benzos gewöhnen.

Ein Bsp. eines obendrein Heroin konsumierenden Bekannten ist mir da in lebhafter Erinnerung...angefangen hatte er auch mit 1/2 oder einer Rohypnol...nach kurzem hat er sich zu seinem Heroin auf dem Suppenlöffel 10 Rohypnol aufgekocht, mehrmals täglich, ohne "abzukacken"...unglaublich...das sind dann aber auch die Art von Entzügen die selbst med. begleitet Kräpfe ,Delirien etc. bereithalten und schwer kalkulierbar sind.

Ein anderer Bekannter beschrieb so einen tagelang im Krankenhaus andauernden Zustand als das Gefühl tot zu sein, mit der festesten Überzeugung sich in einer Zwischenwelt zu befinden.

Der Entzug von Benzos ist einer der wenigen, die laut. Literatur durchaus tödlich enden können, ganz im Gegensatz zum Heroin, zum Opiatentzug.

Gut, genug gewarnt, anderswo kann man genügend Horrorgeschichten Lesen und das nicht ohne Grund...jedem der mit Benzos anfängt sollte klar sein, dass einem das schnell entgleiten kann, die Gründe wurden oben ja schon gut summmiert...wie Drops schleichen sich die kleinen Dingerchen, mothers little helpers und so in den Alltag.

"oder Pyrazolam, was mir als Anxiolytikum besser taugt als das hochgelobte Lorazepam"

Ich denke, neben der Tatsache, dass verschiedene Menschen, versch. Charaktere verschiedene "Lieblingsbenzos" haben oder vielleicht auch garnicht auf Benzos stehen, so wirken die jeweiligen Benzos bei verschiedenen Personen auch unterschiedlich, bei dem einen ist eben Lora (diese Expidet Wirkform fand ich immer witzig), bei dem anderen eben Alpra angstlösender.


Danke für die "Aufklärung" die mir Neo über RC'S gab- wirklich!
Ich dachte bisher lediglich,das sei alles neues und ganz unkalkulierbares Zeug, auf Wirkung wie Langzeitwirkung hin betrachtet aber das RC's eine ganz andere Historie haben können, daran habe ich nie gedacht.

RC's habe ich nie genommen, habe aber auch da einen Kollegen, der von den versch. RC-Bezos gerade und erst seit kurzer Zeit schönstens vor die Hunde geht, die ganzen klassiker Geschichten von ALLES verlieren über Hausstand verwüsten bis hin zu Kollegen einbüßen weil niemand es mehr mit ihm aushält (und dabei ist er ja alles andere als aggresiv) alles dabei...bin gesspannt, wann und wie er ein Ende finden wird.


Meine "klassische Benzos" Geschichte hat dann auch vor einigen Jahren ein Ende gefunden, k.A. wann ich das letzte Mal welche nahm...beim Gang zum Kieferchirurgen, zu Chirurgen, zum Zahnarzt, da nehme ich mal 5-20mg Dias, bei meiner letzten Gerichtsverhandlung habe ich auch 5 od. 10mg genommen.

Das sind m.M. berechtigte Anlässe, ausexperimentiert habe ich mich in die Richtung, ich nehme sie zwar gerne, habe aber auch Respekt bzw. keinen richtigen "Hunger", so vergehen zw. den Einnahmen manchmal 1..2..Jahre, das ist auch gut so.

So sehe ich das...muss jeder seinen Umgang finden, schön wenn man sich von vornherei die Schattenseiten ersparen kann.

m.f.g.!
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#6
Auch schwere Opioidentzüge können tödlich enden. Sachen wie Tilidin usw sind damit nicht gemeint, das sind dann eher die (hoch)potenten Opis wie Heroin, Oxycodon und ganz besonders Fentanyl(-derivate), dessen/deren Entzug sehr heftig ist. Aber Du hast schon recht, das ist dann schon eher die Ausnahme, während kalte Entzüge von Benzos aufgrund der Krampfanfälle regelmäßig tödlich enden.

Was das Pyrazolam angeht: Klar, das ist alles sehr subjektiv. Vielen Leuten gefällt Lorazepam, mir hat es nur als Expidet halbwegs getaugt. Würde außer Etizolam (was sich großer Beliebtheit erfreut) und Nifoxipam vermutlich jedes Benzo Lorazepam vorziehen. Aber das muss jede*r für sich selbst rausfinden.

Was die RCs angeht, trifft das nicht nur auf Benzos zu. Klar, andere RC-Drogen wurden nicht alle für einen Einsatz als Medikament entwickelt, aber tatsächlich ein erstaunlich großer Teil. Ich fand es anfangs wirklich verblüffend, so gut wie jedes RC ist bereits in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben. Aber wenn man genau drüber nachdenkt, ist es nur logisch: Bei der Suche nach "neuen" pharmakologisch aktiven Substanzen sind wissenschaftliche Publikationen nun mal die beste Anlaufstelle.
So gut wie alle Dissoziativa, Benzos, Opioide, Cannabinoide stammen aus der wissenschaftlichen Forschung. Bei Stimulanzien trifft das auch auf einen erstaunlich großen Teil zu, allerdings gabs dort dann doch auch Innovationen durch clandestine Chemiker. Auch bei Psychedelika ist das so, die meisten entstammen ja den Händen des großartigen Sasha Shulgin. Ich würde mal tippen, dass >90% aller als RC verkauften Substanzen bereits in der wissenschaftlichen Literatur beschrieben sind/von dort entnommen wurden.
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#7
Hi, leute.
Ich entziehe gerade von Clonazepam mittels Diazepam. Ein halbes Jahr hat bei mir gereicht eine richtig "lustige" Abhängigkeit zu erzeugen.
Meine Clonazepam-Dosis lag bei 2-4 mg täglich.
Ich hab das Medikament nun langsam runterdosiert und nebenbei Diazepam als Substitut eingesetzt.
Ich bin jetzt seit 3 Tagen clonazepam-frei und nehme täglich "nur" noch 7,5 mg diaz, die jetzt auch langsam ausgeschlichen werden.
Kurzum kann ich nur sagen, dass ich mich gut verbrannt hab, als ich mit dem "Feuer gespielt hab".

Aber ich will das Zeug nich verteufeln.
Es hilft sicherlich vielen Menschen als Notfallmedizin.

Die Benzos hab ich von Anfang an über den Schwarzmarkt bezogen.

Ich habe gerade eine schlaflose Nacht hinter mir und migräneartige Kopfschmerzen. Ich fühle mich schwer von Begriff und so als würde ich umkippen, wenn ich stehe oder gehe.
Aber nach dem Flug muss ich nun die Landung ertragen.
Ich sag euch, es ist wirklich kein Zuckerschlecken, vor allem, weil ich den Entzug alleine durchmache, aber ich hab noch das Glück, dass ich jetzt nach dem halben Jahr genug Selbsteinschätzung habe, um mir eine Sucht einzugestehen und damit auch dagegen anzugehen.

Die Benzos haben mir direkt beim ersten Konsum gefallen und aus Medikation bei Bedarf wurde dann schnell die Regel.

Im großen und ganzen muss ich sagen, dass ich schon diverse knallharte RCs und Drogen genommen habe. Und auch mal ne gute Psychose von 2DPMP hatte.

Über die Zeit kann ich nur noch lachen.
Aber das hier gerade ist wirklich nicht mehr witzig.

Ich hoffe mal, dass der Spuk bald vorbei ist.
Ich werde nie wieder sowas unterschätzen.
Was ich euch nur mit auf den Weg geben will ist, dass wenn ihr mit Benzos, Opiaten oder anderen Downern rumexperimentiert, dann seid bitte übervorsichtig.

Das ist nicht so wie die Speedpaste, die du Sonntags vor Ekel nicht mehr sehen kannst. XD

Ich hoffe mein Deutsch ist halbwegs verständlich. Ich fühl mich gerade so, als würde ich gar nichts mehr auf die Reihe kriegen.

Lg der Abtrünnige Big Grin
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#8
Habe mal ein paar wenige Wochen gehabt, wo ich ab und zu Tavors, Rivotril und glaube Lorazepam genommen habe.

So richtig gemerkt hatte ich eigentlich nur mal was, als ich es etwas übertrieben hab. War aber auch nicht toll. Hab direkt mein ganzes H für 200€
im Konsumraum liegen gelassen und verloren, wofür ich grad zuvor 150km gefahren bin, um es einzukaufen. Bei hohen Dosen machen sich also Verpeiltheit, Vergesslichkeit u.ä. breit.

Bei kleinen Dosen abends konnte ich super schlafen, war morgens aber auch ziemlich platt.

Sucht ist dabei sicherlich die größte Gefahr. Wiie Neopunk auch schon schrieb, ist die Hemmschwellle halt nochmal niedriger. Es ist 'ne legale Droge, man kann sie einfach mal schnell und unaufwändig überall und zu jederzeit einnehmen. Letzteres auf die Art des Einnehmens bezogen (schmeißt dir halt mal im Bus ne Tablette rein, keiner merkt's), aber vor allem auch auf die Wirkung bezogen. Man kann quasi seinen Alltag damit bewältigen, ohne dass es jemand merkt. Ich mein, jetzt mal als krasses Gegenbeispiel: Ne Ecstasy-Tablette kann man auch einfach so einnehmen, ohne dass es jemand merkt. Aber die Wirkung erlaubt es halt absolut nicht, dass man so z.B. arbeiten oder auf nen Famillienausflug geht.

Wahrscheinlich konnte ich mich nur vor der Abhängigkeit bewahren, weil ich schon auf was anderm drauf bin (der aufmerksame Leser weiß es schon...) und Benzos dem nicht das Wasser reichen können, würd ich jetzt mal so sagen...

@ pumpenclumper:
Zitat:...Benzos bieten furchtbare Entzüge, warum ich um die herumkam ist mir unklar...

Hätte da 'ne Theorie, die vllt bei dir zutreffen könnte: Entzüge werden von mal zu mal schlimmer. Und wie ich es rausgehört habe, war es "grad" nur ein paar male, die du längere Zeit drauf warst und wieder runtergekommen bist? Solltest du diesen Kreislauf noch öfter und öfter durchmachen, wirste iwann merken, was ich meine...
Das Schlmme bei Benzzos im Vergleich zu Opiaten ist ja, die Dauer des Entzugs. Wenn ich mich richtig erinner, können die 4-6 Monate gehen. Oder verwechsel i das was?
Stelle ich mir echt beschissen vor. Wie soll man das denn durchhalten, ohne rückfällig zu werden? Würde ich nie schaffen.

Abschließend ein aufmunterndes Wort, bei diesen schwierigen Themen:
Ist doch irgendwie cool, dass wir trotzdem noch die Begeisterung und Spaß am Leben haben, mit so viel Elan so ein geiles Hobby zu verfolgen anstatt uns aufzugeben.
Hätte es jetzt von dem ein oder anderen hier nie gedacht, dass er auch drauf ist. Und so soll's auch bleiben, dass es die Leute einem net gleich anmerken.
Dafür ist die Gesellschaft nämlich noch lange nicht weit genug. Im Gegenteil: Da ist man schnell unten durch und kriegt sämtliche Türen versperrt, wenn bekannt ist, dass man Drogenprobleme hat... (hoffe, ich bin nicht zu sehr abgeschwiffen - aber das Junk-Thema fuckt meinen Kopf zur Zeit mega ab...)
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