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Ephedra Nevadensis - Anbau mit Livethread

#1
Ephedra Nevadensis - Anbau & Co.





Einleitung
So, REDOX geht unter die Botaniker und Gärtner…ähm…also fast^^
Vor kurzem habe ich im Teamspeak erfahren das dort offenbar 2 User mit dem Anbau von Ephedra Pflanzen begonnen haben. Das ist wohl zunächst ein reines Fun Projekt, ohne große Ambition richtig viel Ephedrin aus den Pflanzen zu holen…aber trotzdem war ich direkt begeistert.
 
Und deswegen mache ich mich nun auch auf in diesen Randbereich der Szene…auch erstmal nur zum Spaß und meine Erfahrungen mit euch zu teilen. Ich liebe es Pflanzen aufzuziehen und groß werden zu sehen. Ich habe vor 3 Wochen im Grunde schon angefangen, wollte aber bevor ich einen Thread eröffne schon mal ein wenig Material sammeln um auch liefern zu können. Ich aktualisiere hier mit neuen Beiträgen immer in monatlichen Abständen oder wenn sich was besonderes tut, auch der Anfangspost wird editiert falls es was wichtiges ist.
 
 
 


Ephedra…Ephedrin…was????
Denken wir mal theoretisch und groß…wie wäre es den Grundstoff für z.B. Meth, das Ephedrin, erwerben zu könne, ohne ihn zu kaufen? Das geht natürlich wie beim Weed nur mit dem eigenen Anbau. Wir müssen also Ephedrin aus Pflanzen gewinnen…am besten eignen sich dafür natürlich die Gruppe der Ephedra Pflanzen.
 
 


 
Welche Pflanze wird angebaut?
Es gibt fast 70 Arten von Ephedra-Pflanzen…aus (fast) allen Klimazonen und Ländern, alle haben unterschiedliche Bedürfnisse, Eigenschaften und auch verschieden hohen Anteil an Alkaloide wie Ephedrin, Norephedrin, Pseudoephedrin, Norpseudoephedrin, Methylephedrin und Methylpseudoephedrin.


Ich persönlich habe mich für „Ephedra Nevadenis“ entschieden, eine Pflanze aus dem Südwesten Nordamerikas. Zwar ist ihr Alkaloid Anteil nur mittelmäßig, dafür ist sie sehr genügsam und einfach in der Aufzucht. Zudem überlebt sie lange trockenphasen sowie Temperaturen von -15 problemlos, ideal also um sie in deutschen Wäldern später vielleicht sogar zu kultivieren. Aber das ist noch Zukunftsmusik.
 
http://www.alraune.org/pflanzenliste/ephedra_nevadensis

Die Pflanzen werden von mir mindestens 1 Jahr zuerst in der Wohnung groß gezogen, und dann erst ausgesetzt. Beim ersten Versuch wird eine große Kolonie errichtet in einem großen Gefäß, sollte der Plan schief gehen wird im zweiten Anlauf jede Pflanze einzeln hochgezogen.
 
 
 
 
 
Benötigte Ausrüstung
- PVC/Kunststoff Box  (hier ca. 70 x 40 x 15cm, Deckel optional aber hilfreich)
- Seramis-Substrat für Kakteen und Sukkulenten (ca. 8-10l)
- Kakteenerde (10-15l)
- 3 in 1 Messgerät für Gärten (optional)
- 100 Samen Ephedra Nevadensis
   

Unglaublich wie wenig man eigentlich benötigt und unauffällig man alles beschaffen kann. Box und Seramis-Substrat gibt es im Baumarkt (das 3 in 1 Messgerät ebenfalls, ist aber nur optional).
 
Die Samen kann man im Internet überall kaufen, oder bei einer großen Gärtnerei bzw. Baumschule, eventuell müssen sie bestellt werden. Anbau der Pflanze aus Ziergründen ist erlaubt, nur der missbrauch nicht. Es war für mich also ein leichtes im nächsten Ort persönlich anzufragen und so den Postweg zu meiden.
 
Die Kakteenerde gibt es in Zooshops, Baumärkten und Internet. Wichtig dabei ist nur, das viele Erden Parasiten enthalten, Insektenlarven die gerne mal die Wurzeln der Pflanzen fressen. Zudem liebt Ephedra Nevadensis leicht sandigen, körnigen Boden. Idealerweise sucht man sich also Kakteenerde mit hohem Sand und Lava/Basalt Anteil. Man kann extrem sterile Erde kaufen oder normale Kakteenerde in der Mikrowelle sterilisieren, das tut der Erde nicht weh und noch sind ja keine Samen ausgestreut.
 
Einige Anbieter versetzen ihre Erde mit Mykorrhizapilzen, diese gehen eine Symbiose mit den Feinwurzeln der Pflanze ein, versorgen sie mit Nährstoffen und bilden auch einen gewissen Schutz vor Schädlingen. Wenn man diese Erde bekommt braucht man nicht zusätzlich sterilisieren, Anbieter gibt es im Internet viele.
 
 
 



Wir bauen unsere Growbox
 1) Zuerst geben wir das Seramis Spezialsubstrat in die Kunststoffwanne, gleichmäßig verteilen bis die Schicht im kompletten Gefäß 3-4cm hoch ist. Dies ist später der natürliche Wasserspeicher für unsere Pflanzen, überschüssiges Wasser fließt hinunter, wird aufgesogen und an die Erde abgegeben sobald diese trockener wird.
 
           




2) Danach nimmt man einen großen Eimer zur Hand und vermischt darin die Kakteenerde mit dem restlichen Seramis Substrat. Man könnte auf Grund des hohen Lava Anteils der Erde auch das Substrat weglassen, aber schaden tut es auch nicht. Einige Pflanzenfreunde mischen zusätzlich noch hochreinen Sand hinzu…aber das halte ich eher für optional
 
       





3) Nach einigen Minuten vermischen wird die Erde auf der Grundschicht der Seramis Körner verteilt bis sie etwa die dreifache Höhe erreicht. Es kann natürlich auch mehr Erde verwendet werden, die Box bot diese Abmessungen allerdings an
 
     



 
4) Jetzt wird einmal kräftig gegossen sodass die Erde sichtbar feucht ist, durch eine durchsichte Wanne kann man auch gut erkennen wie tief das Wasser gekommen ist. Ephedra Nevadensis braucht nicht viel Wasser und muss nur sporadisch gewässert werden. Einmal kräftig gießen kann mit dem vielen Seramis Substrat auch im Sommer für 2 Wochen reichen. Ansonsten gilt die Regel, einmal pro Woche gut gießen. Keine Seenlandschaft errichten! Ephedra Nevadensis verträgt tatsächlich auch nicht zu viel Wasser, wie viel ist schwer zu beschreiben…in der Praxis bekommt man innerhalb von 1-2 Wochen ein Händchen dafür.
 
 



5) Zum Schluss die Samenkörner verteilen und leicht andrücken, sie sollten von Erde umgeben sein, aber nicht von dieser bedeckt. Die Samen werden sich öffnen und die Wurzel automatisch nach unten wachsen. Jedes Korn bekommt mit einer Pipette noch 3-4 Tropfen Wasser auf den Körper als Weihe Big Grin
 




6) Aufgestellt wird die Box an einem warmen sonnigen Ort, Ephedra Nevadensis liebt Bedingungen wie in warmen, leicht trockenen Hochebenen. Man braucht aber auch keine dauerhafte Sonneneinstrahlung…Hauptsache hell (Dachgeschosswohnung z.B. direkt unter ein Schrägfenster). Am Anfang kann man auch noch den Deckel, falls dabei beim Kauf zu machen. So kommen keine Schädlinge hinein und stören die Pflanzen beim sprießen und die Feuchtigkeit bleibt im System.
 
 
 
 
Schädlinge????
Wie jede Topfpflanze, so ist auch die Ephedra Nevadensis besonders gefährdet durch die Larven der Trauermücke. Diese kommt in ganz Europa vor und legt ihre Eier extrem gerne in Feuchte Topferde. Dort schlüpfen ihre wurmförmigen Larven und fressen die Wurzeln der Topfpflanze. Ephedra Nevadensis besitzt zu Anfang eine extrem dünne und sensible Wurzelstruktur die um jeden Preis geschützt werden muss. Bei einem schwachen Befall kann man mit Gegenmitteln meistens die Gefahr schnell beseitigen:
 
http://www.fruchtfliegen-info.de/trauerm...ekaempfen/
 
Ist der Befall schon stark voran geschritten kann man nur noch die Ephedra Sprösslinge bzw. Pflanzen vorsichtig ausgraben, die Wurzel vollständig von der alten Erde reinigen und in neue, sterile Erde umtopfen.
 
Ab und zu sollte man sich die Zeit nehmen und mal für 10 Minuten seinen Pflanzenkasten beobachten…eventuell an einer freien Stelle ein paar Zentimeter Erde frei buddeln…und auch einfach über die Erde pusten. Nur kurz bewegen sich dadurch kleine Erdpartikel…alles was sich danach noch bewegt und aufgescheucht wurde, lebt. Dann heißt es herausfinden was es ist…mini Spinnen etc. sind z.B. wiederum sehr nützlich.
 
 
 
 
Die ersten Erfolge
Es dauert einige Zeit bis die ersten Samenkörner auch keimen…einige schon nach 5 Tagen, andere kommen erst nach 2-3 Wochen heraus. Man muss aber immer einkalkulieren, dass von den gekauften Samen nur 10-40% auch zur Pflanze werden.
 
Sobald das erste grün zu sehen ist, erkennt man auch die Besonderheit der Nevadensis, es ist eher ein Halmgewächs…Blätter sucht man hier vergebens. Am Anfang sieht es so aus hätte der arme Sprössling Probleme damit sein „Haupt“, die alte Samenkapsel, zu heben. Nach wenigen Tagen richten die Pflanzen sich allerdings auf und verlieren dabei auch die leere Kapsel. Hier sollte man der Natur nicht helfen, also die leere Kapsel nicht von der Pflanze ziehen.

           
 
Als nützlich haben sich Streichhölzer erwiesen. Diese sind ideale Stützen für die jungen Pflänzchen da sie dazu neigen, umzukippen. Auch gelten ihre Köpfe bzw. deren Inhaltsstoffe als Hausmittel gegen Trauerfliegenlarven…also warum nicht. Die Halme teilen sich idealerweise immer weiter auf, es kann durchaus vorkommen das die ursprünglichen Halme vertrocknen, es sollten trotzdem aus der Pflanze immer neue Halmlinge wachsen.

   
 
Nach einem Monat haben meine Ephedra Nevadensis Pflänzchen schon eine Größe von bis zu 10cm erreicht. Und an dieser Stelle endet auch der erste Bericht von diesem Projekt…ich werde in regelmäßigen Abständen erneut berichten Big Grin
 
           
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#2
Ich bin echt saumäßig gespannt auf das Endergebnis Big Grin
Drück dir die Daumen =)
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#3
Zitat:Man kann extrem sterile Erde kaufen oder normale Kakteenerde in der Mikrowelle sterilisieren, das tut der Erde nicht weh und noch sind ja keine Samen ausgestreut.

Bist du sicher, dass die Mikrowelle die Erde nicht beeinträchtigt? Die genauen Bedürfnisse der Nevadensis sind mir nicht bekannt, aber in der Erde sind für gewöhnlich ja auch Mikroorganismen, die die Bodenflora regulieren. 'Sterile' Erde klingt irgendwie komisch für mich. Ephedrin kann auch für die Amphetamin-Synthese relevant sein, wenn ich mich recht erinnere, oder?

Aber das Projekt ist wirklich interessant. Mache selbst gerade einen Ausflug in die Gärtnerei und baue meinen ersten Cannabis an.
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#4
(03.07.2018, 06:21 AM)Akira schrieb: Bist du sicher, dass die Mikrowelle die Erde nicht beeinträchtigt?

Genug Dauerstadien der Bakterien werden die Mikrowelle überleben und dann die Erde wieder besiedeln. Das mit der Mikrowelle ist auch eher um Pilze zu eliminieren, damit das nicht schimmelt.
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#5
Thumbs Up 
Nice!

Ist erstmal abonniert, bin gespannt wie schnell bzw. langsam die wachsen.

MFG

MösenKurt
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#6
Die Mikrowelle dient hauptsächlich dazu, schon vorhandene Insekten, Larven usw. zu vernichten. Ein User hat mal normale Kakteenerde aus dem Baumarkt verwendet  ohne diese zu sterilisieren und 2 Wochen nach Beginn der Aufzucht explodierte auf einmal das Leben in seinem Topf...allerdings das der Schädlinge.

Darum beim Kauf darauf achten das schützende Mikroorganismen dazu gemischt wurden und die Erde mindestens als rein bis hochrein beschrieben wird. Damit hatte ich bisher wirklich gar keine Probleme, brauche nicht mal sterilisieren. Die meistens Bakterien die unsere Pflanzen schützen und unterstützen sollen überleben die Mikrowelle.


Soo.....habe insgesamt 100 Ephedra Nevadensis Samen ausgebracht und momentan sieht es folgender Maßen aus:

Stand Juli 2018
- 53 Pflanzen aktiv und im Wachstum
- 4 Pflanzen kritisch bzw. im ungewissen Zustand (Wurzeln wurden begutachtet, keine Schädlinge)
- 5-6cm Höhe im Durchschnitt, 1 Pflanze mit 10cm überdurchschnittlich


Insgesamt also ein richtig toller Ansatz, 57% der Samen haben erfolgreich gekeimt, ich bin selbst erstaunt. Der Rest hat gar nicht ausgeschlagen oder die Pflanzen sind nicht über den Keim-Status hinaus gekommen und abgestorben. Warum 4 nicht wirklich weiter wachsen ist nicht erkennbar, bei der geringen Zahl aber auch nicht wichtig. Trotzdem werden sie weiter gepflegt und begutachtet. Ich werde zunächst auf das umtopfen verzichten, im großen Sammelbehälter sollen sie Pflanzen erstmal so groß und kräftig wie möglich werden.

Mittlerweile sitze ich jeden Abend ca. 1 Stunde vor dem Kasten,  schaue auch stichpunktartig unter die Erde, setze für krumme Pflänzchen ein zusätzliches Streichholz und kontrolliere auf Schädlinge.  Ich bin sehr erstaunt wie viel Spaß das Projekt macht, wie schnell Erfolge sich entwickeln und dabei trotzdem kein Gesetz gebrochen wird
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#7
(03.07.2018, 07:59 PM)REDOX schrieb: Insgesamt also ein richtig toller Ansatz, 57% der Samen haben erfolgreich gekeimt,

Du kannst die Samen vorher quellen lassen, je nach Pflanze 20-60min. Ich geb beim Quellen auch immer etwas Superthrive hinzu.

Um das Wachstum zu boosten kannst Du auch Superthrive oder Hormex verwenden. In Superthrive ist NAA und B1 drinn, in Hormex IBA, NAA und B1. (Auxine, Vitamine)
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#8
@DrExo
Danke für den Tipp, ich werde beim nächsten Durchlauf auf jeden Fall den Vorgang des aussähen optimieren, dieses mal war es eher "rein und schauen wir mal was da kommt" xD.

Aber Sowas wie Hormex oder Superthrive...nein. Ich will meine Pflanzen mit normalen Dünger versorgen, egal ob künstlich oder natürlich, da braucht es keine Vitamine. Momentan läuft die Zucht so gut das ich mich ganz aufs düngen konzentrieren kann...der Dünger sollte die Erde nicht versäuern und für Ephedra Pflanzen geeignet sein....weis da zufällig jemand Bescheid was man am besten verwendet?
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#9
Düngen solltest Du mit NPK 6-4-7. Schaue aber erst auf die Verpackung der Erde, ob die vorgedüngt ist. Ephedra kann man leicht überdüngen, weniger ist hier mehr. Zusätzlich kannst Du Bittersalz hinzu geben um die Pflanzen zu stärken.
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#10
Umtopfen!
 
Gut 2 Monate nach Beginn meines Projektes ging es nun ans 1. Umtopfen der Ephedra Nevadensis Pflänzchen. Zum einen wurden einige der Pflanzen zu groß für den Sammelbehälter, zum anderen wollte ich die Gefahr für alle Pflanzen reduzieren, ein paar Trauermücken haben doch den weg zu ihnen gefunden.
 


 
Also husch husch in den Baumarkt, Einkaufsliste:
 
- Blumentöpfe aus Ton, 12cm hoch, 10cm breit oben
- Untersetzer für Blumentöpfe
- Hochreine Kakteenerde (wurde auf Anfrage für mich bestellt)
- Seramis Spezialsubstrat für Kakteen
- Vogelrand (hochrein, keimfrei)
 
 


Die neue Erde
Zuerst braucht es neue Spezialerde für die Ephedra Pflanzen, dafür werden Kakteenerde und Seramis Substrat wie gewohnt vermischt. Als Besonderheit wird noch Vogelsand hinzugefügt, dies macht die Erde ein wenig sandig, genau so wie es die Ephedra Nevadensis mag. Man sollte es nur nicht mit dem Sand übertreiben da sonst die Erde im Laufe der Zeit zu dicht/hart wird.
 
               



 
Die Blumentöpfe befüllen
Die ersten 3cm der Blumentöpfe werden mit Seramis Spezialsubstrat bedeckt, dieses dient genau wie im Sammelbehälter als Wasserspeicher. Beim umtopfen konnte man sehr gut sehen, das die besonders starken Pflanzen ihre Wurzeln bis auf diese Bodenschicht wuchsen ließen um hier zuverlässig Wasserzugang zu haben.
 
               

           

Auf diese Schicht kommt die angemischte Erde, diese verdichtet sich später noch ein wenig darum kann der Topf randvoll gefüllt werden und anschließend etwas angedrückt werden. Mit einem Schaschlikspieß kann man kleine Löcher ausheben die bis zur Substratschicht reichen.
 

 




Die Pflanzen umtopfen
Die Ephedra Pflanzen muss man sehr vorsichtig ausgraben, ihre Wurzeln sind empfindlich und reichen tief hinab. Die Form ähnelt Spiralnudeln^^ und sie können locker doppelt so lang sein wie die Pflanze selbst. Am besten spült man sie vorsichtig mit Wasser ab bis keine Erdreste mehr anhaften. Nun führt man die Pflanze samt Wurzel langsam in das ausgehobene Loch, gibt nach und nach Erde hinzu bis die Wurzel komplett verschwunden ist. Die Erde an der Oberfläche wird leicht angedrückt. Pro Topf habe ich 3 Pflanzen plaziert, besonders starke bzw. große Pflanzen bekamen einen eigenen Topf oder teilten sich zu zweit einen
 
           
 
 
 
 
 
Präventiv impfen
Nach erfolgreichem umtopfen kann man präventiv impfen, ich verwende ein Mittel aus meinem örtlichen Baumarkt, Xentari Raupenfrei. Dieses Mittel wirkt besonders gut gegen allerlei Raupen- und Larvenarten. Auch Trauermücken werden extrem geschädigt, gut erkennbar am verwirrten Verhalten und Flugunfähigkeit vor dem verenden. Gleichzeitig ist das Mittel sehr schonend zu den meisten Nutzinsekten. Nach dem Gießen senkt sich die lockere Erde etwas, bei Bedarf zusätzliche Erde anmischen und hinzufügen.

   
 




Die Pflanzen schützen
Zusätzlich habe ich den letzten Zentimeter der Blumentöpfe mit dem Vogelsand aufgefüllt. So kann man Schädlinge besser erkennen, schützt die Erde vor deren einfachen Eindringen und kann die Feuchtigkeit der darunter liegenden Erde gut erkennen (Sand klumpt solange die Erde darunter feucht genug ist). Zum Schluss noch mal ordentlich gießen.

                   
 
Soooo, die stärksten Pflanzen sind nun in den Töpfen, die etwas schwächeren bzw. später angesetzten, verbleiben in der Sammelbox und wurden neu verteilt. Im restlichen Behälter werde ich Petersilie etc. anpflanzen als natürlichen Dünger^^


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#11
Astrein, das es diesen Thread gibt - ich bin hellauf begeistert und schildere hier mal mein Ding :

Ich hatte vor ca. 4 Jahren die Idee Meerträubel anzubauen und Saatgut gekauft.
Die Sorte Ephedra Sinica habe ich bei den bekannten Herbal / Grow - Mushroomshop´s bestellt, 20 Samen ca. 6 - 7 €.

Beim ersten Samenpack ´hab ich, - total blauäugig, einfach die Samen in die Blumenerde / Rheinsand Mischung gelegt.
Die Vertiefung für´s Saatgut wurde geschaffen indem ich den Zeigefinger bis zum ersten Glied in die Erde gedrückt habe,
Samen rein, "Substrat" wieder beigeschoben - Fertig. Nach wenigen Tagen keimte es schon. Irre, so einfach ...
Schaschlikspieße daneben, vorsichtig mit Nähzwirn vorm Umknicken gesichert, schnell ein paar Bilder gemacht und freuen.   

Abends freuen, morgens gucken und freuen, immer wenn grad Zeit ist wird gekuckt und dann freut man sich.
Man freut sich noch mehr wenn man gestärkt durch tägliches messen und Fotos, bewiesen bekommt das es sich positiv
auswirkt, wenn man mit der "Botanik" redet, während man sie pflegt.  

Es hat etwas Zeit gebraucht bis ich auf den Trichter kam mit was ich da redete und was mir meine Meßdaten verschaffte.
Auf jeden Fall keine Ephedra Art . - "Euphoria Zauberbonis blendia" trifft´s am sichersten.

Also, ganz kurz, richtig intensiv blöööd gekuckt. Es lag auf der Hand das ganze anders anzugehen. Nach dem Sammeln von
genügend Info´s ging ich dann folgendermaßen vor:

Ich bestellte das Sinica Saatgut bei einer Gärtnerei! Außer einem wesentlich besseren Preis & der Anzahl vom Saatgut gibts
auch noch Beratung zum gesamten Thema.
Also nachdem ich das taugliche Saatgut hatte, hat die " Kultivierung " auf Anhieb geklappt .

Geh´n wir jetzt davon aus, wir haben das richtige Saatgut, wobei sich das folgende speziell auf meine Sinica Sorte bezieht !

Die Vorbehandlung.

Die Vorbehandlung erfolgte bei mir nach der nachfolgend aufgeführten Prozedur :

Vor der Anzucht sollte das Saatgut unbedingt eine vorhergehende Beizbehandlung mit Chinosol-Lösung (1g/l) bekommen,
sowie ein steriles mineralisches Substrat (Kakteenerde), da sonst die Keimlinge schnell durch Schimmelbefall absterben.

Die Kakteen-Erde wird in der Mikrowelle für 15 min oder im Backofen 160°C 30 min sterilisiert und danach keimfrei in eine luftdicht verschließbare transparente Frischhaltebox gefüllt und mit der Chinosollösung besprüht. Die Samen werden über Nacht in die Chinosol-Lösung (1g/l) gelegt, um anhaftenden Pilzsporen zu beseitigen. Danach werden sie auf die sterile Kakteenerde in der Firschhaltebox gegeben und leicht angedrückt.. (dabei keimfrei arbeiten). Danach wird die Firschhaltebox luftdicht verschlossen.

Das Keimen und im Anschluß das Umsetzten.

Nach ca. 2 Wochen hatte ich eine Keimrate von ca. 65%.
Wenn die Pflänzchen ca. 2 cm groß sind kann man die Box öffnen und die Pflänzchen nach 2 weiteren Wochen pikieren.
Danach waren die Pfläzchen relativ unempfindlich und machten keine Probleme.

Den Boxinhalt habe ich draußen folgendermaßen "umgetopft" :

Am zukünftigen Ort das Loch ,- geringfügig größer als die Box - gemacht , eine Seite der Box rausgeschnitten und
den Inhalt !Vorsichtig! Mit einem Reststück von einem Fußbodenlaminat das zufällig die Länge hatte, wie meine Box breit war,
- raus ins Loch geschoben,  hat erstaunlich gut geklappt . Beim nächsten Mal werde ich mir den Schieber wie einen Tortenschieber
machen so das der Boxinhalt von unten auch noch mal gehalten und gestützt wird .
Kurzzeitig sah das ganze mal einen Moment aus als würde mein Boxinhalt die Rolle nach unten machen und dabei zerbröseln .  
 

Die aktuellen Preise liegen bei 2,80 € - 5,60 € bei ~ 30 - 40 Stck. ,je nach Sorte.
Bei Nevadensis sind 40 Stck. drin , bei den anderen 30 .

In der kommenden Woche werde ich auf jeden Fall die Sorte "Intermedia" (hört sich irgendwie interglaktisch an, oder ?)bestellen,  
30 Stck. 2,80 € .

Folgende EPHEDRA - Arten sind im Moment bei der Gärtnerei von der ich mein Saatgut bezogen habe, lieferbar :

Mormonentee, die Erste, Farbe: grün, Ephedra viridis, Höhe ca. 50 cm, Platzbedarf ca. 20 cm.

Mormonentee, die Zweite : Ephedra nevadensis, Höhe ca. 1,0 m , Platzbedarf ca. 1,0 m.

Ma Huang, 1. : Ephedra sinica, Höhe ca. 60 cm, Platzbedarf ca. 20 cm .

Ma Huang, 2. : Ephedra intermedia, eine größere Ma Huang Art - ca. 1,50 m Platzbedarf ca. 40 cm .

Wer mehr Info´s möchte, gerade was die anderen Arten angeht kann mich kontaktieren.

Und, `eh ich´s vergesse, - allen anderen wünsch ich erst mal :

Viel Erfolg!

Und habt Geduld, die braucht man auch da es allesamt langsam wachsende Arten sind.
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#12
Hallo,

manohman....macht ihr 'ne Wissenschaft daraus ;-)

Wichtig ist tats. ein gut drainierter Boden, also etwas in Richtung wenig Kompost mit viel Kakteenerde, Sand.

Keine Staunässe und bes. junge Pflanzen können tats. vertrocknen wenn man den Boden vollständig austrocknen lässt!

Fakt ist doch, das die Scheinfrüchte von älteren Ephedra Pflanzen einfach im Hebst abfallen und dann im Frühling überall, auf den Beeten, selbst auf den Schotterwegen im Umfeld der Mutterpflanze kleine Ephedra-Babys aufkeimen, unter den Füßen des Gärtners , ohne Zutun!

Grüße!
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#13
@REDOX: Gibt es schon Neuigkeiten zu deinem Ephedra Anbau?
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#14
Wow ein sehr schönes Projekt!
Während meiner Lehrzeit in einem invitrolabor einer Gartenbauschule habe ich auch Ephedrin Nevadensis kultiviert.
Hatte Spaß gemacht, vielleicht starte ich Zuhause auch noch Mal damit.
(Zuerst muss ich aber Mal das Raupen Problem in den Griff bekommen die meine Paprika chillis und Basilikum Pflanzen in einem wahnsinns Tempo zusammenfressen)
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#15
So, der Winter kommt...und nicht nur der in meiner Wohnung...hihihi Rolleyes
Nein jetzt mal im Ernst, meine Pflanzen wachsen ordentlich. Einmal im Monat bekommen sie Unterstützung, in Form dieses Düngers:
http://www.liebedeinengarten.de/substral...en-nahrung

Zwei mal im Monat erscheint mir allerdings zu viel, ich reduziere die Anwendung auf einmal im Monat. Das reicht vollkommen und die Ephedra Pflanzen gehen ab wie auf Speed.

Und um Trauermücken zu bekämpfen gibt es dieses tolle Mittel, wirkt erstklassig und schnell!
https://www.trauermücken.com/anwendung-d...nematoden/

Auf meinem Küchentisch dürften die Pflanzen den Winter gut überstehen, mal schauen was im Frühjahr abgeht und ob ich noch mit meiner Vollspektrum LED Lampe experimentiere.
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