Kaliumcyanid (Cyankali)

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Da bei dieser Synthese Cyanwasserstoff-Gas frei wird, muss die gesamte Apparatur in einem gut funktionierenden Abzug stehen. Geeignete Selbstschutzmaßnahmen (wie Gasmaske, Bereithalten eines Notruftelefons, usw.) sind für den Fall eines unkontrollierten Austritts von Cyanwasserstoff zu treffen. Viele Leute gehen schon bei der Herstellung drauf

 

Cyankali ist absolut tödlich!!! Schon geringste Mengen sind fatal

 

Das Zeug muss nicht verschluckt werden. Auch gelöst in Wasser kann es innerhalb von Minuten in die Haut einziehen und den Tod herbeiführen

 

Materialien

  • 2-l-Einhalskolben mit Destillieraufsatz und Kühler
  • Destilliervorstoß
  • Schläuche
  • Bechergläser
  • Heizplatte

Chemikalien

  • 168g Kaliumhydroxid
  • 420g Kaliumhexacyanoferrat(II)-Trihydrat (oder 286g Berliner Blau [Eisen(III)-hexacyanoferrat(II)])
  • dest. Wasser

 

Herstellung

1) Als Apparatur verwendet man einen 2-l-Einhalskolben mit Destillieraufsatz und Kühler, an dessen Ende ein nach unten hin länglicher Destilliervorstoß angeschlossen ist. Alternativ kann man auch mittels eines Adapters einen Schlauch an das Ende des Kühler anschließen.

2) Der Vorstoß oder der Schlauch tauchen in konzentrierte Kalilauge, die aus 168g Kaliumhydroxid in 15 ml destilliertem Wasser angesetzt wird und sich in einem 500-ml-Becherglas (hohe Form) befindet.

3) In den 2-l-Kolben legt man 420g Kaliumhexacyanoferrat(II)-Trihydrat oder 286g Berliner Blau [Eisen(III)-hexacyanoferrat(II)] vor.

4) In einem 1-l-Becherglas werden langsam 200ml konzentrierte Schwefelsäure zu 600ml kaltem Wasser gemischt.

5) Die warme Säurelösung füllt man mittels eines Trichters über den oberen Hals des Destillieraufsatzes in den Kolben und verschließt den Aufsatz mit einem passendem NS-Stopfen.

6) Der Kolben wird mit einem kochenden Wasserbad erhitzt und nach 10 Minuten setzt eine heftige Gasentwicklung ein. Ab und zu schwenkt man das Becherglas leicht. Die darin befindliche Kalilauge kann sich auf bis zu 80°C erwärmen, eine Kühlung ist aber meist nicht erforderlich.

7) Nach 60-70 Minuten ist die Reaktion beendet und kein Gas strömt mehr durch die Flüssigkeit, die nun eine Kaliumcyanid-Lösung ist.

 

 

 

 

Hier geht es um die einfache Synthese von dem Zyankali aus Kaliumcarbonat und Kaliumhexacyanoferrat(II).

 

Benötigte Cemikalien:

  • 900mg Kaliumcarbonat
  • 2400mg Kaliumhexacyanoferrat(II)
  • dest. Wasser

 

Benötigte Laborgeräte:

  • Mörser
  • Reagenzglas
  • Zange
  • Brenner
  • Petrischale
  • Erlenmeyerkolben ca. 100ml
  • Trichter
  • Filter

 

Durchführung:

Zuerst werden die beiden Ausgangsstoffe feingemörsert. Anschließend werden sie in ein Reagenzglas gegeben und mit dem Brenner stark erhitzt.
Man sieht, dass das Kristallwasser des Kaliumhexacyanoferrates(II) sich nun abscheidet. Das nun wasserfreie Kaliumhexacyanoferrat(II) reagiert mit dem Kaliumcarbonat sofort zu Kaliumcyanid.
Diesen Vorgang kann man gut daran erkennen, das sich das Kaliumhexacyanoferrat(II) unter Schwarzfärbung zersezt.
Mittels einer Zange wird das Reagenzglas nahezu horizontal gehalten, dabei wird weiter erhizt. So sammelt sich eine gut zu erkennende Kaliumcyanid-Pfütze. So, jetzt wird das Reagenzglas erstmal zum abkühlen in eine Petrischale gelegt, wobei sich das Kaliumcyanid erstarrt und weiß wird.
Nun haben wir aber noch kein reines Produkt. Nachdem das Reagenzglas sich abekühlt hat, gibt man so viel dest. Wasser hinzu, bis sich das gesamte Kaliumcyanid gelöst hat. Gegebenenfalls kann auch noch mal mit dem Brenner das Reagenzglas erwärmt werden, wobei sich das gesamte Kaliumcyanid löst.
Nun wird die Kaliumcyanidlösung noch abgefiltert, um sie von den anderen Produkten zu trennen.
Nun kann die Kaliumcyanidlösung eingdampft werden. Es bleibt ein weißer Feststoff mit Bittermandelaroma zurück.

 

Lagerung:

Das Kaliumcyanid muss unbedingt luftdicht verschlossen gelagert werden, da es sich sonst langsam zu Kaliumcarbonat und Cyanwasserstoff zersetzt.

Entsorgung

Das Kaliumcyanid kann mittels Wasserstoffperoxid zerstört werden.