Kaliumpermanganat

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Die hier vorgestellte Synthese ermöglicht auch nach einem eventuellen Abgabeverbot von Kaliumpermanganat an Privatpersonen ein solches zu besitzen bzw. zu verwenden. Manganabfälle gehören der Umwelt zu liebe nicht in die Tonne und können auf diesem Weg recycelt werden. Kaliumchlorat kann gut durch Kaliumnitrat oder gar durch Luftsauerstoff ersetzt werden und anstatt CO2 einzuleiten, kann auch verdünnte Schwefelsäure verwendet werden.

Materialien

  • 2L Zweihals-Rundkolben
  • altes Duran (!)- Becherglas oder Marmeladenglas
  • Einmachglas von 1L Inhalt
  • Eisen- oder Tontiegel; Dreifuß und Drahtnetz
  • Bunsenbrenner (Temperatur über 900°C)
  • Kohlenstoffdioxid-Entwicklungsapparatur
  • Stativmaterial; Gaseinleitungsrohr
  • Becherglas (200 mL)

Chemikalien

  • 20g Kaliumchlorat (gute Reinheit!); kann jedoch ersetzt werden durch Luftsauerstoff oder Kaliumnitrat!
  • 40g Braunstein
  • 40g Kaliumhydroxid
  • verdünnte Salzsäure (w = ca. 15 %)
  • Natriumhydrogencarbonat
  • dest. Wasser

Herstellung 1

1) 40 g Kaliumhydroxid werden in einem 200 mL Becherglas (besser: altes; sauberes Geleeglas) in 40 mL dest. Wasser gelöst.

 

Vorsicht, die Lauge wird dabei sehr heiß und kann spritzen

 

2) Nach dem Erkalten werden 20 g Kaliumchlorat und 40 g Braunstein hinzugefügt und alles gut vermischt.

 

 

3) Das Gemisch wird anschließend über dem Bunsenbrenner vorsichtig getrocknet, bis eine feste, aber nicht allzu harte Masse entsteht.

 

 

4) Anschließend wird das Gemisch in einen Eisentiegel überführt und auf der blauen Bunsenbrennerflamme fast bis auf Rotglut für 15 bis 20 Minuten erhitzt.

 

 

5) Das Ende der Reaktion kann man auch dadurch festgestellen, indem man eine kleine Probe der „gebackenen“ Masse entnimmt und diese nach dem Abkühlen in Wasser löst. Die Auflösung muß nahezu vollständig und mit einer intensiv grünen Farbe vonstatten gehen (Kaliummanganat).

6) Man lässt den Tiegelinhalt nun erkalten, löst ihn anschließend in ca. 800-900 mL Wasser (nicht viel mehr verwenden!) und filtriert diese. Der Filterkuchen besteht aus Braunstein und kann erneut verwendet werden, wird jedoch in diesem Versuch verworfen. Das Filtrat wird sorgfältig aufgehoben.

 

 

7) Eine Kohlenstoffdioxid-Entwicklungsapparatur; bestehend aus einem Zweihalsrundkolben mit Natriumhydrogencarbonat und Schlauchanschluss und einem Tropftrichter mit verdünnter Salzsäure, wird aufgebaut.

 

 

8) Das Filtrat, befindlich in einem 2L Zweihalsrundkolben, wird nun zum Sieden erhitzt; mittels Schlauch und Glasrohr erfolgt die kräftige Kohlenstoffdioxid-Einleitung.

 

 

9) Das Ende der Umsetzung kann in diesem Fall durch Untersuchung eines Tropfens der Lösung festgestellt werden: Bringt man den Tropfen auf ein weißes Rundfilter, so muß ein violetter Fleck entstehen, der mit der Zeit braunrandig wird (ein grüner Rand darf keinesfalls auftreten).

10) Die Mischung läßt nun abkühlen, dann dekantiert man den klaren, dunkelvioletten Überstand von eventuell Ungelöstem und filtriert. Man erhält im Filterkuchen erneut maßgeblich Braunstein.

11) Das Filtrat wird mittels Bunsenbrenner solange eingedampft, bis ein Tropfen davon, in eine kalte Porzellanschale gegeben, schnell Kristalle abscheidet. Man läßt es einen Tag stehen und saugt die Kristalle mit Hilfe einer Nutsche mit gehärtetem Filter ab. Die Ausbeute beträgt 46g Kaliumpermanganat.